09.02.2008, 00:00 Uhr

ES WAR DAS COMEBACK DES JAHRES BEI DER WIENER AUSTRIA, ALS UNSERE NUMMER...

Es war das Comeback des Jahres bei der Wiener Austria, als unsere Nummer...

Es war das Comeback des Jahres bei der Wiener Austria, als unsere Nummer 10, Stepan Vachousek nach 16 Monaten Verletzungspause beim 2:1-Sieg über Sturm Graz endlich wieder auflaufen konnte. Im Interview mit www.fk-austria.at spricht der tschechische Topspieler über seinen schönsten Moment seit langem, seine Form, die große UEFA-Cup- und kleine EURO-Chance und über das bevorstehende Duell mit heißblütigen Mattersburgern. Stepan, vergangenes Wochenende war es endlich soweit. Was ging Dir vor Matchbeginn durch den Kopf? Als ich in Graz aus dem Spielertunnel hinaus auf den Platz gegangen bin, war das ein Gefühl wie Weihnachten und Geburtstag zusammen. So glücklich war ich zuletzt vielleicht bei der Geburt meiner Söhne. Wann hast Du erfahren, dass Du gegen Sturm Graz zum Einsatz kommen wirst? Am Samstagvormittag hat mich Coach Didi Constantini beiseite genommen. Danach habe ich das Lächeln fast gar nicht mehr aus meinem Gesicht bekommen. Das war ein Riesenzug von ihm. Er wollte die beste Mannschaft aufstellen und das ich bei Constantini trotz der langen Pause dazu zähle, hat mich sehr geehrt und auch mit etwas Stolz erfüllt. Warst Du mit deiner Leistung zufrieden? Für mein Comeback nach solch einer langen Pause war meine Vorstellung absolut in Ordnung. Das wichtigste für mich war, dass ich keine Sekunde an mein Knie gedacht habe und voll in die Zweikämpfe gegangen bin. Mit dem Ball habe ich zum Glück auch nichts verlernt. Spielerisch brauche ich sicher noch etwas, auch wenn es ein wahnsinnig schönes Gefühl war, wieder mit vollem Tempo in die Aktionen zu gehen. Körperlich waren die 75 Minuten die ich gespielt habe aber derzeit das Maximum. Ich muss nicht gleich alles zerreißen und ich bin einfach froh, wieder Fußball spielen zu dürfen. Was waren für Dich die schwierigsten Momente auf deinem langen Weg zurück in die Bundesliga? Es gab schon sehr schlimme Momente, beispielsweise nach meiner dritten Operation, als ich wusste, dass schon wieder eine lange Pause auf mich wartet. Wenn dann die Narben noch schlechter verheilen, spannen und du nicht weißt, ob du vielleicht nie mehr Fußball spielen wirst können...das war eine sehr harte Zeit. Ohne meine Familie hätte ich diese Phase vielleicht gar nicht durchgestanden. Einer der allerschönsten Momente war, als ich vor zwei Wochen mit den Austria Amateuren mein erstes Wettkampfmatch bestreiten konnte! Da habe ich gespürt, dass mein Knie hält und ich keine Angst habe auch voll einzusteigen. In dem Moment ist bei mir ein Knopf aufgegangen und ich habe gemerkt, jetzt bin ich wieder zurück! Gegen Ried und Sturm Graz gab es zuletzt zwei Siege. Siehst du diesen Umschwung auch als einen Verdienst des neuen Trainers Didi Constantini? Mit Didi Constantini sind wir wieder viel lockerer, er ist vom Charakter etwas offener und entspannter und geht noch mehr auf die Spieler zu. An der Tatsache, dass er im Training fuchsteufelswild werden kann, wenn einer nicht alles gibt, ändert das aber nichts. Georg Zellhofer war auch ein guter Trainer, einfach ein anderer Charakter. Wahrscheinlich haben wir in dieser schwierigen Situation vor zwei Wochen genau diesen Wechsel gebraucht.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 20 42
2. FC Red Bull Salzburg 20 40
3. SK Puntigamer Sturm Graz 20 39
4. FK Austria Wien 20 37
5. SK Rapid Wien 20 27
6. FC Admira Wacker Mödling 20 23
7. RZ Pellets WAC 20 22
8. SV Guntamatic Ried 20 20
9. SKN St. Pölten 20 18
10. SV Mattersburg 20 14
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