16.06.2008, 00:00 Uhr

ER WAR EINER DER GANZ GROßEN DES INTERNATIONALEN...

Er war einer der ganz Großen des internationalen...

Er war einer der ganz Großen des internationalen Fußball-Geschäfts und konnte sowohl als Spieler als auch als Trainer herausragende Erfolge feiern. Nun wird dem unvergessenen Bela Guttmann (* in Budapest 1899-1981 in Wien) die große Ehre zuteil, dass eine eigene Musikrevue über ihn im Wiener Odeon-Theater am 31. Mai und 1. Juni aufgeführt wird. Sein abenteuerliches Leben veranlasste Georg Darvas und Bruno Leuschner zur Kreation eines Musiktheaters mit komischen und tragischen Szenen, hinreissenden Melodien und Tanznummern. In der traumartigen Geschichte erleben wir einen Jungen auf der Suche nach den Fussball-Idolen von Benfica Lissabon, die er in den frühen sechziger Jahren im Wiener Praterstadion verpasste. An der Seite des berühmten ungarisch jüdischen Trainer-„Onkel Béla“ wird er in wirbelnde, faszinierende Bilderfolgen des letzten Jahrhunderts hineingezogen. Gyuri begleitet nicht nur die kickende Hakoah-Mannschaft der 20er Jahre von Wien nach New York, erlebt den Trainer in Südamerika, reist mit Béla und Sophia Loren nach Montecarlo oder wird selbst zu Eusebio, dem großen Spieler Benfica Lissabons, den sogar der ungarische Meisterspieler Ferenc Puskás fürchtet: er blickt auch hinter die Kulissen und Turbulenzen eines ganzen Jahrhunderts, denn Spielen bleibt das Zentralmotiv eines Traumes, der sogar den Tanzsalon in Budapest und die glitzernden Revuen wiederaufleben lässt. Aber auch die dunkelsten Ereignisse des zweiten Weltkrieges bleiben dem Jungen nicht erspart. Im Angesicht des Todes wird Spiel zu Ernst und Ernst zu Spiel… Béla Guttmann ist in der Fußballgeschichte des 20. Jahrhunderts eine der faszinierendsten und schillerndsten Figuren. 1899 in eine assimilierte jüdische Großbürgerfamilie in Budapest geboren übte er zunächst den Beruf des Tanzlehrers aus (wie sein Vater) und findet als Fußballer den sozialen Aufstieg in der ungarischen Gesellschaft. Er wird in den 20er Jahren Star des jüdischen Wiener Fußballclubs HAKOAH, mit dem er dreimal die Österreichische Meisterschaft gewinnt. In denselben 20er Jahren gehen die 11 jüdischen Spieler dieses Clubs auf Amerikatournee, wo sie mit ihrer Ballartistik Furore machen und sogar in Varietés auftreten. Béla Guttmann bleibt in New York. Mit dem Börsencrash 1929 verliert er sein ganzes Vermögen und kehrt nach Europa zurück, wo er weiterhin als Spieler, später als Trainer wirkt.  Zu den von ihm trainierten Mannschaften gehören u. a. Sao Paolo, der AC Milan, und vor allem BENFICA Lissabon, das er in einem legendären Spiel in Amsterdam (1962) gegen REAL Madrid zum Gewinn des Europapokals der Landesmeister führt. Joschi Walter holte den bereits 73jährigen Bela Guttmann im März 1973 als Nachfolger von Karl Stotz zur Wiener Austria, 1981 starb er in Wien, wo er auf dem Jüdischen Friedhof begraben ist. Weitere Infos: Wien, ODEON Theater: Sa 31.5. u. So 1.6., 20.00 Uhr Tickets: Theaterverein Odeon, 1020 Wien, Taborstraße 10 T. +431 216 51 27 Fax +431 216 51 22-27 www.odeon-theater.at

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 20 42
2. FC Red Bull Salzburg 20 40
3. SK Puntigamer Sturm Graz 20 39
4. FK Austria Wien 20 37
5. SK Rapid Wien 20 27
6. FC Admira Wacker Mödling 20 23
7. RZ Pellets WAC 20 22
8. SV Guntamatic Ried 20 20
9. SKN St. Pölten 20 18
10. SV Mattersburg 20 14
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