30.01.2008, 00:00 Uhr

EINEN TITEL HAT AUSTRIA-ALLROUNDER JOACHIM STANDFEST BEREITS DREI RUNDEN...

Einen Titel hat Austria-Allrounder Joachim Standfest bereits drei Runden...

Einen Titel hat Austria-Allrounder Joachim Standfest bereits drei Runden vor Schluss inne: Mit 2642 Meisterschaftsminuten in bisher 31 Partien steht der Steirer als violetter Dauerläufer der Saison 2007/08 schon so gut wie fest. Rechnet man noch die sechs UEFA-Cup-Einsätze, sowie acht von neun möglichen Länderspielen der laufenden Saison hinzu, erhöht sich diese ohnehin schon stolze Zahl auf beachtliche 45 Pflichtspiele. Angesichts dieser Bilanz verwundert es also wenig, wenn Austrias-Fitness-Coach Gerhard Zallinger den 27-Jährigen, was die Ausdauer angeht, als seinen „konditionell stärksten“ Spieler bezeichnet: „Spätestens seit dem Deutschland-Länderspiel, bei dem er auch alle Deutschen kilometermäßig in den Schatten stellte,  wissen wir, dass Joachim den internationalen Vergleich nicht scheuen muss. Er hat eine unglaublich stabile Physis und ist extrem laufstark.“ Der 30-fache Nationalteamspieler ist sich dieser Vorzüge durchaus bewusst: „Dass ich vielleicht nicht der beste Fußballer bin, weiß jeder, aber 90 Minuten die Linie auf- und absprinten wie ich kann kaum jemand in der Bundesliga.“ Ebenfalls zu seinen Stärken zählen seine brandgefährlichen Weitschüsse, wie er im Herbst mit einem Traumtor aus mehr als 25 Metern gegen Mattersburg bereits bewiesen hatte. „Goalgetter werde ich zwar nicht, aber der eine oder andere Kracher kommt mir schon aus und auch mit dem Kopf bin ich eigentlich nicht ungefährlich“, schmunzelt Standfest. Dass sein bisher letztes reguläres Tor bei der 1:2-Niederlage in Linz zum vermeintlichen Ausgleich nicht zählte, bringt ihn noch heute in Rage: „Ich bin normalerweise echt ein friedlicher Zeitgenosse, aber nach diesem Fehlpfiff und dem nicht gegebenen Siegestreffer gegen die Linzer in Wien war das Fass übervoll. Da ist sogar mir beim Interview der Kragen geplatzt“, hadert der sonst beherrschte Verteidiger, der bisher erst zwei gelbe Karten kassierte, bis heute mit den verlorenen Punkten gegen den LASK. „Sicher haben wir auch aus eigener Schuld Punkte liegen gelassen, aber hier wurde uns von fremder Hand vorzeitig die Chance auf die Meisterschaft genommen. Viele schlechte Ergebnisse danach waren nur mehr eine Folgewirkung dieses Frusts. Auch wir sind nur Menschen, zumindest an mir sind diese Ereignisse definitiv nicht spurlos vorbeigegangen.“ Aufgrund dessen sieht der gebürtige Leobner die bisherige Saison auch mit gemischten Gefühlen: „Vor der Saison wäre für mich ein UEFA-Cup ein Erfolg gewesen, jetzt wurmt die Sache schon etwas. Ich bin einfach ein sehr ehrgeiziger Mensch und will immer das Maximum herausholen.“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 26 56
2. CASHPOINT SCR Altach 26 49
3. FK Austria Wien 26 47
4. SK Puntigamer Sturm Graz 26 45
5. FC Flyeralarm Admira 26 33
6. RZ Pellets WAC 26 32
7. SK Rapid Wien 26 30
8. SKN St. Pölten 26 27
9. SV Mattersburg 26 24
10. SV Guntamatic Ried 26 23
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