27.04.2008, 00:00 Uhr

DREIEINHALB WOCHEN MUSSTE AUSTRIAS DEFENSIVALLROUNDER FLORIAN METZ MIT...

Dreieinhalb Wochen musste Austrias Defensivallrounder Florian Metz mit...

Dreieinhalb Wochen musste Austrias Defensivallrounder Florian Metz mit einem Bändereinriss pausieren. Am Montag stieg er endlich wieder voll ins Mannschaftstraining ein und bereits nach der zweiten Einheit am Dienstagvormittag gab er Entwarnung: „Teilweise war ich noch etwas vorsichtig, aber im zweiten Training lief es bereits sehr gut. Ich hoffe, schon für gegen Ried am Samstag im Kader zu stehen. Und falls das nicht klappt, dann spätestens nächsten Donnerstag im Europacup gegen Tobol Kostanaj.“ Auch wenn „Metzi“ zum Saisonauftakt fehlte, rechnet er sich gute Chancen aus, schon bald wieder einen Fixplatz bei den Veilchen erobern zu können: „Ich war in der Vorbereitung immer ganz nah an der Stammelf und genau dorthin will ich so schnell wie möglich zurück!“ Damit möchte Metz vor allem an die vergangene Saison anschließen, wo er sich trotz einer fast fünfwöchigen Verletzung mit stolzen 26 Pflichtspielen endlich den heißersehnten Platz in der Startelf sicherte. Auf welcher Position er dabei zum Einsatz  kommt, ist ihm weniger wichtig: „Ich spiele in der Innenverteidigung genauso wie im Mittelfeld.“ Trainer Daxbacher sieht seine Chancen im zentralen Mittelfeld besser, wo sich Metz auch selbst mehr zu Hause fühlt. Dass die Konkurrenz auf dieser Position mit Kapitän Jocelyn Blanchard, dem zweikampfstarken Matthias Hattenberger und Youngster Aleksandar Dragovic nicht kleiner geworden ist, schreckt Metz überhaupt nicht ab: „Es war bei der Austria nie anders. Ich bin das gewohnt und es gehört hier einfach dazu, dass man um seinen Platz kämpfen muss. Jeder von uns hat seine Stärken und ich bin doch so selbstbewusst, dass ich mir zutraue, trotzdem auf sehr viele Spiele zu kommen.“ Speziell über die Entwicklung von Aleksandar Dragovic freut sich „Metzi“ sogar: „Er hat sensationelle Anlagen und bringt sowohl auf als auch abseits des Platzes schon mit 17 Jahren die richtige Einstellung mit und ist obendrein ein sehr sympathischer Bursche. Er kommt wie ich aus der Akademie und es ist meiner Meinung nach eine sehr gute Entwicklung, wenn sich Eigenbauspieler bei der Austria derart behaupten.“ Überhaupt sieht Metz bei den Veilchen sehr positive Fortschritte: „In Linz standen zuletzt zehn Österreicher am Platz, das finde ich echt eine tolle Sache. Im Vergleich zum Vorjahr stellt die Austria im Kern noch mehr Österreicher und dadurch ist die Stimmung sogar noch eine Spur besser. Daran, dass auch Leute wie ein Milenko Acimovic oder Jocelyn Blanchard extrem wichtige Persönlichkeiten im Team sind, ändert das aber natürlich nichts.“ Seine 26 Pflichtspiele, die er vergangene Saison trotz einer fast fünfwöchigen Verletzung absolvierte, möchte Metz jedenfalls erreichen. Wenn nicht sogar toppen. Damit brächte es der Zwettler, der gemeinsam mit den Routiniers Szabolcs Safar, Jocelyn Blanchard und Fernando Troyansky zu den längstdienenden Veilchen im aktuellen Team zählt, locker auf sein 100. Bewerbsspiel für die Violetten. „Wenn mir vor ein paar Jahren jemand gesagt hätte, dass ich mit 22 Jahren bald 100 Bewerbsspiele für die Austria bestreite, wäre ich hoch zufrieden gewesen. Mittlerweile bin ich aber doch der Überzeugung, dass es ein paar hundert Matches werden könnten“, spekuliert der sympathische Niederösterreicher. Derzeit hält Florian schon bei 82 Partien (61 Meisterschaft/ 6 ÖFB-Cup/ 15 Europacup) und bis zu seinem ersten Jubiläum im violetten Dress hat er sich vor allem eine Sache ganz fest vorgenommen: „Nachdem ich am Sonntag das Goldtor von Mario Majstorovic gegen den LASK im Fernsehen gesehen habe, wusste ich, dass ich jetzt schleunigst treffen muss“, schmunzelt der Ex-Akademiker. Dass dieses Unterfangen schon bald gelingt, dafür ist Metz zuversichtlich: „Vergangene Saison war ich etliche Male ganz knapp dran, aber entweder war die Stange oder die Latte im Weg oder ein gegnerischer Spieler hat den Ball noch von der Linie gekratzt.“ Falls es trotzdem nicht gelingt, hat zumindest Mario Majstorovic etwas zu lachen, wie Metz grinsend berichtet: „Als ich am Montag in die Kabine gekommen bin und noch immer nicht glauben konnte, dass er in Linz mit einerm Traumtor getroffen hat, habe ich ihm fünf Kisten Bier versprochen, falls er tatsächlich mehr Tore in dieser Saison schießen sollte als ich. Aber ich bin optimistisch, dass ich am Ende doch die Nase vorne haben werde!“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 26 56
2. CASHPOINT SCR Altach 26 49
3. FK Austria Wien 26 47
4. SK Puntigamer Sturm Graz 26 45
5. FC Flyeralarm Admira 26 33
6. RZ Pellets WAC 26 32
7. SK Rapid Wien 26 30
8. SKN St. Pölten 26 27
9. SV Mattersburg 26 24
10. SV Guntamatic Ried 26 23
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