21.03.2008, 00:00 Uhr

DER FK AUSTRIA WIEN MACHT NÄGEL MIT KÖPFEN. NACHDEM AM DIENSTAG...

Der FK Austria Wien macht Nägel mit Köpfen. Nachdem am Dienstag...

Der FK Austria Wien macht Nägel mit Köpfen. Nachdem am Dienstag die TV-Bilder vom Derby ausgewertet und erste Fotos diverser Agenturen gesichtet wurden, treten ab sofort 11 Hausverbote in Kraft, ebenso werden Anträge an die Bundesliga gestellt, österreichweite Stadionverbote auszusprechen. Noch warten wir allerdings auf die Bilder der Video-Überwachung, die am Sonntag beim Spiel im Hanappi-Stadion, bei dem Torhüter Georg Koch von einem Knallkörper verletzt wurde, gemacht wurden. Das Derby schwingt noch immer nach. Zwar sollte das 0:3 aus den Köpfen der Spieler bald weichen, die Austria wird sich mit den Folgen aber noch etwas länger damit befassen müssen. „Wir haben am Donnerstag eine weitere Gesprächsrunde mit vernünftigen Fanklubvertretern, wir werden vor den Chaoten nicht in die Knie gehen“, sagt AG-Vorstand Markus Kraetschmer, der vom harten Kurs nicht abweichen wird. „So geht es nicht weiter, das Verhalten von einigen ist nicht tolerierbar. Es ist jetzt eine Phase erreicht, in der Signale gesetzt werden müssen.“ Die elf Identifizierten, denen zwischen 6 und 24 Monaten Stadionverbot drohen, sind aber nicht nur aufgrund des Rapid-Spiels „angeklagt“, bei einigen gibt es auch schon Vordelikte von den Auswärtsspielen in Graz und Kapfenberg. „Teilweise sind die Täter aus bekannten Fanklubs, teilweise sind sie auch schon bei der Polizei amtsbekannt. Für uns ist das aber nicht relevant. Wir lassen nichts einreißen, wollen Folgewirkungen eindämmen“, so Kraetschmer weiter. Der Hauptverdächtige, der auf Rapids Keeper den Knallkörper geworfen hat, ist unter den elf Ausgeforschten noch nicht dabei. Eine stichhaltige Kontrolle von mit Verboten belegten Fans an den Stadioneingängen ist kaum möglich, aber Kraetschmer stellt fest: „Nach den Vorfällen haben auch bei sehr vielen anderen Fans Schock, Zorn und Traurigkeit Einzug gehalten. Wir orten eine Art Selbstreinigungsprozess.“ Unterdessen hat die Kampagne mit den Entschuldigungs-Inseraten in diversen Tageszeitungen ein sehr gutes Echo gefunden. In der Geschäftsstelle gingen viele Anrufe und Emails ein, in denen selbst Rapid-Sympathisanten den Hut vor der Austria aufgrund dieser aufrichtigen Kampagne zogen. Fußball verbindet eben doch über alle Grenzen hinweg.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 11 25
2. FC Red Bull Salzburg 11 24
3. SK Rapid Wien 11 19
4. FK Austria Wien 11 18
5. FC Flyeralarm Admira 11 17
6. LASK 11 13
7. CASHPOINT SCR Altach 11 13
8. RZ Pellets WAC 11 12
9. SV Mattersburg 11 7
10. SKN St. Pölten 11 2
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