17.07.2008, 00:00 Uhr

DAS NENNT MAN EINE KAMPFANSAGE. TRAINER KARL DAXBACHER WILL SICH AUCH VOR...

Das nennt man eine Kampfansage. Trainer Karl Daxbacher will sich auch vor...

Das nennt man eine Kampfansage. Trainer Karl Daxbacher will sich auch vor den heimstarken Polen nicht in seiner Hälfte einigeln, er sucht sein Heil im Angriff. Damit sind die Voraussetzungen jedenfalls gegeben, dass es ein attraktives und spannendes Rückrundenspiel des FK Austria Wien am Donnerstag bei Lech Posen (18:15 Uhr, live in ORF 1) geben wird. Violett hat nach dem 2:1-Heimerfolg von vor zwei Wochen einen netten Polster, auf dem man sich allerdings auch nicht ausruhen kann. Noch trennen die Violetten 90 ganz schwere Minuten auf dem Weg in die Gruppenphase des UEFA-Cups. Der Ausflug zu Lech Posen wird aber alles andere als eine Kaffeefahrt, erst am Wochenende hat die Truppe von Coach Smuda bei LKS Lodz glatt mit 3:0 gewonnen (Tore Murawski, Rengifo, Reiss), in der Tabelle rangieren sie nun einen Punkt hinter Legia Warschau und Wisla Krakau auf Platz 3. Und in der vorangegangen UEFA-Cup-Runde putzten sie Grasshoppers Zürich mit 6:0 aus dem eigenen Stadion. Auf Daxbacher und die Austria warten ganz wichtige 90 Minuten. „Vielleicht sogar die wichtigsten in diesem Herbst“, sagt der Ex-Internationale, der in seiner aktiven Karriere mit der Austria selber 43 Europacup-Spiele bestritten hat. Die Ausgangsbasis ist mit dem 2:1 jedenfalls gelegt, jetzt liegt es an den Spielern mit diesem Vorteil umzugehen. Auch die erwarteten 25.000 Besucher, die als fanatisch, aber friedlich gelten, sollten uns im Stahlbad Europacup nichts mehr ausmachen. „Wir haben genügend Routiniers, die mit solchen Drucksituationen sehr gut umgehen können“, stellt Daxbacher fest, der auch hofft, dass sich der zypriotische Referee nicht von den Polen beeindrucken läßt. Die einzig richtige Taktik ist für den Trainer der Angriff. „Da man immer selber ein Tor kassieren kann, wird eines notwendig sein. Demnach werden wir uns nicht verstecken, sondern den Weg nach vorne suchen.“ Ein probates Mittel sind wie schon beim Hinspiel in Wien, wo Fränky Schiemer zweimal nach ruhenden Bällen per Kopf getroffen hat, Standardsituationen. „Die könnten spielentscheidend sein.“ Daxbacher hat ein gutes Gefühl für dieses Alles-oder-nichts-Spiel und meint: „Die Vorfreude ist bereits groß, ich hoffe auch die Nachfreude.“ Dasselbe hofft Jacek Bak, der bei der Ankunft am Flughafen heiß begehrter Interviewpartner war. Der polnische Abwehrchef ist wieder fit und hofft auf ein Erfolsgerlebnis gegen seine Landsleute.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 19 44
2. FC Red Bull Salzburg 19 42
3. SK Rapid Wien 19 31
4. FC Flyeralarm Admira 19 28
5. LASK 19 26
6. CASHPOINT SCR Altach 19 25
7. FK Austria Wien 19 23
8. SV Mattersburg 19 18
9. RZ Pellets WAC 19 16
10. SKN St. Pölten 19 7
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