29.02.2008, 00:00 Uhr

AUSTRIA AMATEURE-KAPITÄN HARALD SUCHARD BRENNT SCHON AUF DEN...

Austria Amateure-Kapitän Harald Suchard brennt schon auf den...

Austria Amateure-Kapitän Harald Suchard brennt schon auf den Saisonstart der Red-Zac-Liga am Freitag gegen Schwanenstadt. Auf www.fk-austria.at spricht er über seine Kapitänsrolle, lobt das gute Klima bei den Jungveilchen genauso wie Trainer Thomas Janeschitz und wagt eine Prognose über die Zukunft einiger Austria-Youngsters. In zwei Tagen startet endlich die Meisterschaft in der Red-Zac-Liga. Wie froh bist Du, dass es endlich los geht? Mittlerweile kann ich es wirklich schon gar nicht mehr erwarten. Für mich waren die zehn Wochen Pause, auch wenn wir dadurch sehr gut arbeiten konnten, fast zu lange. Als Fußballprofi sucht man die sportliche Herausforderung und die ist auch im besten Training nur einen Bruchteil so hoch, wie in der Meisterschaft. Der Mannschaft geht es ähnlich wie mir. Alle sind heiß darauf losgelassen zu werden, um zu zeigen, dass im Winter ordentlich etwas weitergegangen ist. Du bist mit der Vorbereitung also sehr zufrieden? Auf alle Fälle. Der Vorteil der zehn Wochen war, dass jeder einzelne Spieler und auch das Team als Einheit an Dingen arbeiten konnten, für die während der Meisterschaft und einer normalen Vorbereitung nie Zeit ist. Das betrifft sowohl körperliche als auch persönliche Bereiche. Während den Aktivtagen am Katschberg und dem Trainingslager in Belek habe ich einige Spieler, die ich normal nur am Platz sehe, besser kennen gelernt. Sowohl das Fitnesslevel als auch der Zusammenhalt haben von dieser echten Auszeit in der Meisterschaft profitiert und in gewissen Situationen sollte sich das auch in unseren Spielen bemerkbar machen. Du gehst also davon aus, dass die Mannschaft ähnlich gute Leistungen wie im Herbst abliefern wird? Ich bin mit solchen Voraussagungen immer sehr vorsichtig, weil ich schon oft falsch gelegen bin. Oft hatte ich eine fantastische Vorbereitung hinter mir und es ist dann alles verkehrt gelaufen und umgekehrt. Die Voraussetzungen für ein gutes Frühjahr sind da. Man darf zwar nicht vergessen, dass wir im Herbst mit Michael Madl, Rubin Okotie und jetzt auch Tomas Simkovic wichtige Akteure verloren haben, aber ich bin optimistisch, dass sie gleichwertig ersetzt werden können. Ähnlich wie schon im Sommer wird viel auf die ersten drei Spiele ankommen. Intern wurden die Top drei als Ziel gesetzt und dafür haben wir bestimmt die Qualität. Holen wir daheim gegen Schwanenstadt und auswärts in Aussee und Leoben genügend Punkte, ist alles möglich. Wie beurteilst Du die Leistungen der ganz jungen Spieler wie Felix, Freitag oder Lindner, die erst im Winter aus der Akademie zu den Austria Amateuren gestoßen sind? Ich bin wirklich extrem positiv von diesem Trio überrascht. Sie waren mit enormen Engagement bei der Sache, was in der Vergangenheit nicht immer der Fall war. Sie haben sich von uns etwas sagen lassen, darüber nachgedacht und waren nicht wie andere Spieler früher gleich unnötig beleidigt. Von der fußballerischen Qualität haben sie viel Potential, auch wenn es noch einiges zu verbessern gibt. Vor allem das höhere Tempo und das Zweikampfverhalten macht ihnen mitunter noch Probleme. Was das angeht, müssen sie den Jugendfußball ablegen, weil sie sonst gerade in einer sehr kampfbetonten Spiel wie der Red-Zac-Liga keine Chance haben. Das Testspiel gegen Obolon Kiew in der Türkei, in dem wir körperlich klar unterlegen waren, war für diese jungen Spieler sicher besonders leerreich. Insgesamt sind sie aber auf einem sehr guten Weg. Einige andere Akteure bei den Amateuren haben sich laut Trainer Thomas Janeschitz im vergangenen Jahr wirklich sehr gut entwickelt. Wie  ist Deine Meinung dazu? Ich sehe das sehr ähnlich und gerade deshalb stehen Spieler wie Andreas Ulmer, Phillipp Netzer, Harald Unverdorben oder auch Markus Suttner vor ganz entscheidenden Monaten in  ihrer Karriere. Die dreizehn Spiele im Frühjahr werden bei allen genannten und noch einigen anderen richtungsweisend sein, wohin ihr Weg geht. Das Zeug für die Bundesliga haben sie alle durch die Bank, dass kann ich nach vielen Jahren dort schon beurteilen. Diese Spieler müssen jetzt umso mehr Minute für Minute zeigen, dass sie wirklich ganz nach oben wollen. Es liegt an ihnen selbst und an ihrer Einstellung, was sie aus ihren Möglichkeiten machen.