26.10.2008, 00:00 Uhr

AUCH AM TAG NACH DEM SENSATIONELLEN 2:1-SIEG DER AUSTRIA AMATEURE BEI...

Auch am Tag nach dem sensationellen 2:1-Sieg der Austria Amateure bei...

Auch am Tag nach dem sensationellen 2:1-Sieg der Austria Amateure bei Bundesliga-Tabellenführer Red Bull Salzburg herrschte bei der Wiener Austria absolute Hochstimmung. AG-Vorstand Thomas Parits, der nach dem 5:1-Erfolg der Kampfmannschaft gegen den FC Lustenau erst am Mittwochvormittag mit der Mannschaft aus Vorarlberg heim flog, freute sich speziell für die jungen Violetten: „Sie haben einen unglaublicher Erfolg eingefahren und ich kann einfach nur gratulieren.“ Ähnliches dachte sich auch Amateure-Trainer Janeschitz, als er einen Tag nach diesem Triumph die Partie noch einmal Revue passieren ließ: „Wir haben eine riesen Sensation geschafft und ich bin wirklich stolz darauf, wie sich die Mannschaft in Salzburg präsentiert hat. Wir haben zwar in der Meisterschaft schon wichtigere Erfolge gefeiert, aber für mich als Trainer war dieses Spiel sicher ein absolutes Highlight.“ Das Erfolgsrezept war für den „Amas“-Coach ein einfaches: „Die Einstellung, der Wille und der Glaube an die Überraschung war bei jedem Spieler da. Wir wollten einfach zeigen, dass wir auch gut Fußball spielen können und wie man sieht, haben wir das eindrucksvoll bewiesen.“ Den letzten Kick bekamen seine Schützlinge, so Janeschitz, als sie die Aufstellung der Salzburger zu Gesicht bekamen: „Es waren bei den Salzburgern trotzdem noch gestandene Bundesligakicker und Nationalspieler in der Startelf, aber das einige Prominente fehlten, hat uns sicher zusätzlich angestachelt!“ Das Spiel selbst war für Janeschitz dann eine echte Reifeprobe seines Teams: „Schon in der ersten Hälfte haben wir uns sehr abgebrüht präsentiert. Man hatte immer das Gefühl, dass in diesem Match einiges möglich ist, speziell in der zweiten Hälfte, als wir mutig nach vorne gespielt haben und einige hochkarätige Chancen durch Paul Bichelhuber und Lukas Mössner nicht verwerten konnten.“ Zum Goldtor durch Dragan Dimic hat Janeschitz eine besondere Anekdote: „Eigentlich wollte ich Dragan Dimic schon auswechseln, weil er müde gewirkt hat. Er hat aber bis zur letzten Sekunde noch einmal alles aus sich herausgeholt und bei seinem Traumtor eine unglaubliche Coolness an den Tag gelegt.“ Dragan Dimic, der vor zwei Jahren von Austrias-Co-Trainer „Sepp“ Michorl beim Gebietsligisten Götzendorf entdeckt wurde, konnte es auch am Mittwoch noch gar nicht fassen: „Ich bin einfach überglücklich. Das war der schönste Moment in meiner bisherigen Fußballerkarriere.“ Wirklich herauspicken wollte Janeschitz aber auch heute keinen seiner Spieler: „Alle haben durch die Bank eine sensationelle Partie hingelegt. Heinz Lindner hat im Tor einige tolle Paraden gezeigt, Florian Metz eine fantastische Partie gespielt, David Harrer, der bisher kaum zum Einsatz kam, hat mich mit seinem Auftritt wirklich beeindruckt und auch Stürmer Lukas Mössner kommt immer besser in Fahrt. Er profitiert auch davon, dass ihn die ganze Mannschaft immer besser mit Bällen versorgt.“ Mössners „Fersler“ an die Querlatte war in diesem Match wohl der beste Beweis dafür, dass derzeit bei den jungen Violetten auch das Selbstvertrauen stimmt. Mit dem heutigen Nachmittagstraining steht für Janeschitz aber bereits wieder die Auswärtspartie gegen DSV Leoben am Freitag (18:00 Uhr) in der ADEG-Ersten-Liga im Vordergrund: „In Wirklichkeit haben wir das wichtigere Spiel in dieser Woche noch vor uns.“ Gewinnen die Amateure auch gegen die Steirer, dürften sie sich als kleines Zuckerl übrigens über ein freies Wochenende freuen. Bereits nach der Heimkehr aus Salzburg gegen 1:00 Uhr in der Früh machte sich Janeschitz aber erste Gedanken zum nächsten Gegner im ÖFB-Cup-Viertelfinale: „Eigentlich kann für mich, jetzt abgesehen von unserer Kampfmannschaft, jeder Gegner kommen. Wir sind unter den besten acht Teams in Österreich, im Cup ist mit relativ wenigen Spielen vieles möglich und wer weiß, vielleicht gelingt uns ja noch eine weitere Überraschung!“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 35 78
2. FK Austria Wien 35 60
3. SK Puntigamer Sturm Graz 35 60
4. CASHPOINT SCR Altach 35 53
5. FC Flyeralarm Admira 35 46
6. SK Rapid Wien 35 43
7. SV Mattersburg 35 40
8. RZ Pellets WAC 35 39
9. SKN St. Pölten 35 37
10. SV Guntamatic Ried 35 35
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