30.07.2008, 00:00 Uhr

ALLE INTERVIEWWÜNSCHE GEDULDIG ERLEDIGT, HATTE ES UNSER...

Alle Interviewwünsche geduldig erledigt, hatte es unser...

Alle Interviewwünsche geduldig erledigt, hatte es unser Doppelpack-Torschütze gegen Lech Posen gestern dann doch plötzlich eilig. „Zum ersten Mal überhaupt sind meine beiden Großmütter im Stadion, da muss ich mich schon sehen lassen“, grinste Fränky und zog zur Familie ab. „Dass mir ausgerechnet zwei Treffer gelingen, wenn beide Omas erstmals extra aus Oberösterreich nach Wien kommen, ist natürlich schon ein Traum“, freute er sich auch noch am Tag nach dem 2:1-Erfolg über die Polen sichtlich. Gewidmet hat Austrias Abwehr-Youngster seinen ersten Europacup-Doppelpack aber in Wahrheit seiner Schwester, die noch am Donnerstagvormittag bei der Führerscheinprüfung knapp gescheitert war. „Als Trost hat sie sich von mir ein Tor gewünscht und als braver Bruder habe ich noch eins drauf gelegt.“ Bei aller Freude denkt der Matchwinner nach seinen zwei Kopfballtoren am Donnerstag aber schon weiter: „Der Gegentreffer ist natürlich bitter, aber man hat gestern gesehen, dass Lech keinen unschlagbarer Gegner ist und warum sollten wir nicht auch in Polen punkten.“ Dass in Posen ein heißer Tanz auf die Veilchen wartet ist für den 22-Jährigen auf alle Fälle klar: „Abgesehen vom Gegentreffer sind wir in der Abwehr bombenfest gestanden, aber in einigen Situationen hat man doch gesehen, dass sie für viel Gefahr sorgen können und mit 30.000 Fans im Rücken werden sie noch einmal alles probieren.“ Besonders herausgestochen ist für unseren U21-Nationalteamspieler Torschütze Hernan Rengifo. Der robuste und kopfballstarke Peruaner sorgte, so Schiemer, mehr als einmal für Unruhe im violetten Strafraum und auch auf Semir Stilic und Spielmacher Rafal Muraswski, die ihm gestern ebenfalls auffielen, gilt es speziell zu achten. Auch eine Schwachstelle unseres UEFA-Cup-Gegners hat Fränky aber schon ausgemacht: „Ihr Torhüter Kotorowksi hat bei hohen Bällen nicht sattelfest gewirkt, vielleicht können wir daraus auch im Rückspiel Kapital schlagen.“ Insgesamt sieht Schiemer die Austria nach dem gestrigen Spiel jedenfalls leicht im Vorteil: „Die Chance aufzusteigen liegt für mich bei 60:40, immerhin haben wir gewonnen und gerade mit unseren gefährlichen Standards sind wir immer für ein Tor gut.“  Auf diese Stärke und die Fortschritte aus der Posen-Partie baut Schiemer auch für das Auswärtsspiel der Veilchen am Sonntag in Altach: „Vor allem unsere spielerische Steigerung von gestern stimmt mich dahingehend optimistisch. Wir haben wieder einen Schritt nach vorne gemacht. Dennoch wird es in Vorarlberg einmal mehr eine ganz schwierige Angelegenheit. Altach ist Tabellenschlusslicht und steht nach den schwachen Leistungen der letzten Wochen und dem Trainerwechsel enorm unter Druck. Sie brauchen jetzt wirklich jeden Punkt. Ich hoffe, wir können diese Situation ausnützen. Unser Selbstvertrauen passt und wir fahren nach Altach um drei Punkte zu holen!“