13.05.2008, 00:00 Uhr

AG-VORSTAND MARKUS KRAETSCHMER HATTE SCHON VOR VIER JAHREN BEI EINEM...

AG-Vorstand Markus Kraetschmer hatte schon vor vier Jahren bei einem...

AG-Vorstand Markus Kraetschmer hatte schon vor vier Jahren bei einem klubinternen Meeting gemeint, dass die Austria den asiatischen Markt im Auge behalten MUSS, um in Zukunft alle wirtschaftlichen Möglichkeiten ausschöpfen zu können. Mit der Verpflichtung von Xiang Sun ist der Grundstein für den Vorstoß in den größten Kontinent der Erde vorerst gelegt. Aber der Weg zum ökonomischen Erfolg ist noch sehr weit. Wie hierzulande, so ist auch in China Fußball eine der beliebtesten Sportarten. Die Verpflichtung des Teamspielers hat hohe Wellen geschlagen, wie unser Bild zeigt. Jede Kleinigkeit wird im Land mit den 1,3 Milliarden Einwohnern aufgesogen, der chinesische Journalist von „Titan Media“ verfolgt nahezu jeden Schritt von Sun. Gestern begleitete er ihn nach Bad Waltersdorf zum Test der Austria, heute morgen notierte er schon wieder in seinem Laptop, dass der 26jährige sein erstes Training mit der Mannschaft absolvierte. Sein Manager berichtet übrigens, dass Xiang Sun vom 3:1 gegen Wisla Krakau und der Spielweise sehr positiv angetan war. Die Sympathiewerte der Austria dürften aber nicht nur bei Sun gewachsen sein, auch Wirtschaftspartner sind an einer Zusammenarbeit mit uns bereits interessiert. Markus Kraetschmer erklärt: „Wir wollen bei diesem Thema aber nichts überstürzen und einen professionellen Zugang finden.“ Der ist zum einen über das eigene sehr gute Netzwerk abzudecken, andererseits über Suns Management “S4S“ (Support for Sports). „Die verfügen über internationale Erfahrung und das Know-how für den Markt. Wir arbeiten bereits sehr konkret mit ihnen an der Zukunft.“ Obwohl Xiang Sun der erste Chinese in der Bundesliga ist, gab es bereits vor Jahren eine erste Berührung mit Asien. Im Sommer 2003 wechselte Ivica Vastic von Nagoya nach Wien, immer wieder besuchten japanische Fans unsere Spiele oder reisten Ivo sogar in die Trainingslager nach. Im Fall von China ist eine noch viel größere Dimension zu erwarten. Ein einfaches Rechenbeispiel: Würde nur 1 Prozent der Bevölkerung ein Spiel von Sun im TV sehen, wären das 13 Millionen, diesen Wert würde man innerhalb Europas nie erzielen können. Und tatsächlich gibt es bereits Interesse von chinesischen Fernsehsendern, regelmäßig Bilder auch ins rote Reich zu bringen. Dann könnten wir auch die erste Werbebande in chinesischen Lettern im Horr-Stadion erleben. Freilich werden auch schon Pläne geschmiedet, die wichtigsten Inhalte der Homepage, die ohnehin einem Relaunch unterzogen wird, chinesisch zu gestalten. Fehlt nur noch, dass die Hauptfigur so bald wie möglich die Anpassung an Europa schafft. Ein immenser Vorteil ist, dass er durch sein Engagement beim PSV Eindhoven den Kontinent schon etwas einschätzen kann. Sportlich steht die Qualifikation des Linksverteidigers ohnehin außer Zweifel, bald können sich alle davon im Stadion selbst überzeugen.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 18 48
2. LASK 18 34
3. spusu SKN St. Pölten 18 29
4. RZ Pellets WAC 18 27
5. FK Austria Wien 18 27
6. SK Puntigamer Sturm Graz 18 26
7. TSV Prolactal Hartberg 18 23
8. SK Rapid Wien 18 20
9. SV Mattersburg 18 19
10. FC Wacker Innsbruck 18 17
11. CASHPOINT SCR Altach 18 14
12. FC Flyeralarm Admira 18 11
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