25.06.2008, 00:00 Uhr

„SPIELE IN RIED SIND FÜR KEINEN GEGNER ANGENEHM!“ -...

„Spiele in Ried sind für keinen Gegner angenehm!“ -...

„Spiele in Ried sind für keinen Gegner angenehm!“ - Austrias Abwehr-Routinier Joachim Standfest weiß, dass auf die Veilchen im Innviertel ein hartes Stück Arbeit wartet: „Die Rieder sind vor eigenem Publikum enorm offensivstark, was aber leider nicht heißt, dass sie ihre Defensive vernachlässigen. Gerade gegen uns werden sie sicher nicht ins offene Messer laufen. Wir müssen also Geduld haben und im entscheidenden Moment zuschlagen.“ Vor dem Tor zugeschlagen hat Standfest gegen Ried schon im ersten Saisonspiel, als er beim 3:1-Erfolg im Horr-Stadion einen Treffer beisteuerte. Auch für das Gastspiel in Oberösterreich gibt sich der gebürtige Steirer trotz der schweren Aufgabe voller Tatendrang: „Mit dieser Siegesserie und der tollen Leistung gegen den LASK im Rücken fahren wir mit breiter Brust nach Ried. Nach einem 5:0 muss man normalerweise aufpassen, sich von solch einem Ergebnis nicht blenden zu lassen. Zum Glück steckt in unserer Mannschaft aber genug Routine und deshalb wird uns dieser Fehler sicher nicht unterlaufen.“ Besonders aufpassen heißt es bei Ried, so Standfest, auf Oldie Herwig Drechsel: „Wir haben in meiner GAK-Zeit ein Jahr zusammen gespielt. Für mich ist er in den letzten zehn Jahren ohne wenn und aber der beste heimische Mittelfeldspieler in der österreichischen Bundesliga. Mit etwas weniger Verletzungspech hätte er das sogar noch mehr unter Beweis stellen können.“ Standfest selbst ist in dieser Saison nach kleinen Anlaufschwierigkeiten voll angekommen: „Nach der EURO war die Verschnaufpause einfach zu kurz. In den ersten Meisterschaftsspielen war ich mit meiner Leistung dann nicht zufrieden und so komisch es klingen mag, genau die einwöchige Verletzung nach dem ersten Derby war mein Rettungsanker. In dieser Zeit habe ich gut mit unserem Konditionstrainer gearbeitet und mich erfangen. Speziell in den Spielen der vergangenen Wochen habe ich teilweise wirklich gute Leistungen abgeliefert.“ Es läuft also rund bei Standfest, der, trotz kurzer Verletzungs-Pause, wie in der vergangenen Saison zu den meisteingesetzten Veilchen zählt. Und dabei soll es, wenn es nach Standfest geht, auch in den kommenden Saisonen bleiben. „Mein Vertrag läuft mit Sommer 2009 aus, aber da ich mich hier sehr wohl fühle und sich auch meine Familie gute eingelebt hat, wird die Austria sicher mein erster Gesprächspartner sein.“ Auch in der Mannschaft passt für ihn bei den Violetten derzeit alles: „Man konnte nicht damit rechnen, dass wir uns angesichts der vielen Transfers so schnell als Team finden würden! Umso erfreulicher ist es nun, dass wir nach 13 Runden, wie schon im vergangenen Jahr, gemeinsam ganz an der Spitze stehen.“ Den Schlagern der nächsten Runde sieht der Verteidiger schon mit viel Freude entgegen: „Die Austria hatte immer den Ruf, vor allem gegen die vermeintlich Kleinen Zähler liegen zu lassen. Abgesehen vom 0:0 gegen Kapfenberg haben wir aber in dieser Phase voll gepunktet. Gegen Sturm, Salzburg und Rapid liegt der Druck jetzt sicher mehr bei den Gegnern. Sie müssen gegen uns aufholen, weil, wenn wir diese Spiele auch noch gut hinter uns bringen können, marschieren wir vorne weg.“ Besonders freut er sich dabei schon auf das Wiener Derby: „Das erste Saisonderby, diese unglückliche Partie, ist bisher der einzige schwarze Fleck in der Meisterschaft. Da haben wir noch eine Rechnung offen!“ Zuvor heißt es aber, auch bei Standfest, volle Konzentration auf die Ried-Partie: „Wir haben uns auch auf dieses Match intensiv vorbereitet, die Stimmung passt und in Ried ist unsere Auswärtsbilanz nicht die schlechteste!“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 26 56
2. CASHPOINT SCR Altach 26 49
3. FK Austria Wien 26 47
4. SK Puntigamer Sturm Graz 26 45
5. FC Flyeralarm Admira 26 33
6. RZ Pellets WAC 26 32
7. SK Rapid Wien 26 30
8. SKN St. Pölten 26 27
9. SV Mattersburg 26 24
10. SV Guntamatic Ried 26 23
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