12.01.2008, 00:00 Uhr

„DER 4:1-SIEG IN BAD AUSSEE HAT BEI UNS UNGLAUBLICHE KRÄFTE...

„Der 4:1-Sieg in Bad Aussee hat bei uns unglaubliche Kräfte...

„Der 4:1-Sieg in Bad Aussee hat bei uns unglaubliche Kräfte frei gemacht“, ist Amateure-Trainer Thomas Janeschitz auch drei Tage nach dem klaren Erfolg im Salzkammergut hoch erfreut über diesen  Befreiungsschlag. „Der Jubel der Spieler nach dieser Partie hat mir doch gezeigt, wie viel Druck auf ihnen gelastet hat, vielleicht sogar noch mehr, als ich angenommen hatte.“ Mit diesem Schwung gilt es nun in das dicht gedrängte Meisterschaftsfinish mit fünf Spielen in etwas mehr als nur zwei Wochen zu starten. Und da haben es besonders die kommenden Tage wirklich in sich. Bereits am Dienstag (19:00 Uhr) gastiert der aktuelle Tabellenführer Kapfenberg im Horr-Stadion und am Freitag reisen die Jungveilchen schon nach Vorarlberg zum Tabellenzweiten Austria Lustenau. Gut möglich also, dass die Amateure das Zünglein an der Wage im Titelkampf sein könnten. Für Coach Thomas Janeschitz angesichts der so gut wie entschiedenen Abstiegsfrage eine überaus reizvolle Aufgabe: „Was gibt es schöneres, als ohne Druck gegen die beiden Topteams der Liga anzutreten, gegen die wir diese Saison sogar noch ungeschlagen sind!“ Für den Schlager gegen Kapfenberg sieht Janeschitz daher durchaus die Möglichkeit auf eine Überraschung: „Sie sind aufgrund ihrer starken Saison Favorit, aber in den letzten Duellen haben wir gegen Kapfenberg eine gute Figur gemacht.“ Bestes Beispiel dafür waren die zwei letzten Partien gegen die Steirer, in denen die jungen Violetten jeweils erst in der Nachspielzeit mit viel Pech noch den Ausgleich kassierten. Damit das nicht noch einmal passiert, hat ein sichtlich gut gelaunter Janeschitz bereits ein willkommenes Gegenrezept: „Zu diesem Zeitpunkt am besten schon mit zwei Treffern führen.“ Was das Tore schießen angeht, haben die Amateure mit dem 4:1-Erfolg in Bad Aussee, dem zweithöchsten Saisonsieg nach dem 5:1 gegen die Red Bull Juniors im Herbst, endlich wieder das nötige Selbstvertrauen getankt. Mit Christian Haselberger, Thomas Salamon, Paul Bichelhuber und Christoph Freitag trafen alle vier Torschützen erstmals überhaupt in der Red-Zac-Liga, was Janeschitz und seine „jungen Welle“ bestätigt: „Wir wissen was die jungen Burschen können. Dieser hohe Sieg hat viele Blockaden gelöst. Gegen Kapfenberg haben wir mit ihnen nichts zu verlieren und alles zu gewinnen.“ Die Vorzüge des kommenden Gegners sieht der Amateure-Trainer vor allem in der Offensive: „Die Mannschaft von Werner Gregoritsch hat nicht nur ein ungemein starkes Kollektiv, sondern zeichnet sich auch dadurch aus, dass sie sehr viele Chancen erarbeitet und etliche torgefährliche Spieler hat, die diese auch eiskalt ausnützen.“ Bestes Beispiel dafür ist Senkrechtstarter Michael Liendl (14 Saisontore), den Thomas Janeschitz noch gut aus dessen Zeiten in der GAK-Akademie kennt: „Wir wissen um seine Qualitäten, aber wir müssen nicht nur ihn, sondern auch alle anderen Kapfenberger in Schach halten, wenn wir gegen diese Truppe in ihrer momentanen Aufstiegseuphorie eine Chance haben wollen.“ Personell dürfte es nicht allzu viele Umstellungen geben. Florian Weiss wurde zum U20-Nationalteam abgestellt, dafür stießen mit dem wieder gesunden Dragan  Dimic und Rohdiamanten David Alaba wieder zwei Spieler dazu. Dass der vor dem Start der Frühjahrssaison angepeilte Platz unter den Top 3 weiterhin in Reichweite ist, zeigt die Tabelle. Nur drei Punkte beträgt derzeit der Rückstand auf den FC Lustenau und Platz drei. Für den „Amas“-Coach wäre dies zwar eine nette Zugabe, aber nicht unbedingt erforderlich: „Unser Minimalziel ist Platz sechs, weil wir damit kommende Saison ein Heimspiel mehr austragen könnten. Läuft es gut, können wir es aber durchaus noch auf das Stockerl schaffen.“ Ein großer Schritt dazu wäre, wenn man sich schon gegen Kapfenberg als Favoritenschreck entpuppen würde. Deshalb hat Janeschitz auch an den Austria-Anhang ein großes Anliegen: „Wir haben gegen den FC Lustenau gesehen, wie sehr sich meine Youngsters steigern können, wenn es noch mehr Rückhalt durch die Zuschauer im Stadion gibt. Nach Ende der Meisterschaft dauert es noch etwas bis zu EURO. Es wäre daher besonders jetzt gerade eine gute Gelegenheit unsere jungen Spieler besser kennen zu lernen und sie in den letzten Spielen noch einmal richtig nach vorne zu peitschen. Umso mehr, als einige von ihnen dank der neuen Austria-Philosophie noch schneller als bisher den Weg in die Kampfmannschaft finden dürften!“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 12 28
2. FC Red Bull Salzburg 11 24
3. SK Rapid Wien 11 19
4. FK Austria Wien 11 18
5. FC Flyeralarm Admira 11 17
6. LASK 12 16
7. CASHPOINT SCR Altach 12 16
8. RZ Pellets WAC 12 12
9. SV Mattersburg 12 7
10. SKN St. Pölten 12 2
» zur Gesamttabelle