09.12.2007, 00:00 Uhr

ZWEIMAL IM JAHR STELLEN SICH BEI DEN MEISTEN KICKERN DIE NACKENHAARE ZU...

Zweimal im Jahr stellen sich bei den meisten Kickern die Nackenhaare zu...

Zweimal im Jahr stellen sich bei den meisten Kickern die Nackenhaare zu Berge: In der Sommer- und Wintervorbereitung. Bei der Wiener Austria ist das nichts anderes, aber wenn die Übungen geschickt in Spiele verpackt sind, fällt der erhöhte Leistungsumfang nicht so auf. Tormanntrainer Franz Gruber hat sich für seine Keeper heute ewas ganz besonderes ausgedacht. Am vierten Tag des Trainingslagers in der Therme Laa ging es für seine drei Einser ab aufs Badminton-Feld. Für Tormänner ist ein Lauftrainingslager natürlich nicht in dem selben Umfang wichtig wie für einen Feldspieler. "Sie brauchen die Grundlagenausdauer zwar genauso, aber die Intervallläufe etwa sind für ihre Anforderungen nicht relevant", stellt Gruber klar. Da der Rest der Mannschaft am Vormittag wieder solche Läufe auf dem Programm stehen hatte (jeweils 2 mal 20, 40, 60 und 80 Meter, davon vier Serien), absolvierten Szabolcs Safar, Saso Fornezzi und Bartolomej Kuru gemeinsam mit ihrem Spartentrainer eine 90minütige Einheit samt Schläger und Federball. Ein perfekter Ausgleich für das Trio, wie sich bald herausstellte. Erstens kam der Funfaktor in einem Match gegen den eigenen Trainer nicht zu kurz und zweitens erfüllte es auch zu hundert Prozent seinen Zweck. Die Schlussmänner waren eineinhalb Stunden auf dem Court unterwegs, mussten bei den Returns blitzschnell reagieren, machten viele kurze Steps mit kurzer Bodenkontraktion und auch geistig wurde ihnen alles abverlangt. Kondition kann man sich überall holen. Gruber danach: "Safar ist richtig aufgeblüht, aber das wundert mich gar nicht, er hat sich die ganze Saison über enorm weiterentwickelt, spürt selber, dass er gut drauf ist." Und der Keepercoach hat sich trotz der guten Leistungen von Saso Fornezzi am Saisonende, als er den verletzten Safar vertreten hat, schon festgelegt, wer die Nummer 1im Frühjahr sein wird: "Da gibt es keine Diskussion - Safar. Er hat einen konstanten Herbst gespielt, ist in der Strafraumbeherrschung furchtloser geworden und hat mit seiner Klasse auch dazu beigetragen, dass Fornezzi eine gute Alternative geworden ist." Der Slowene hat in den Spielen, in denen er zum Einsatz kam, auch bewiesen, dass man sich jederzeit auf ihn verlassen kann. "Er ist noch jung, hat heuer im UEFA-Cup dreieinhalb Matches gemacht, beide Derbies im Horr gespielt und dabei viel Erfahrung sammeln können. Das wird ihn weiterbringen, denn ein sehr ehrgeiziger Trainierer ist er sowieso." Aber auch Bartolomej Kuru tastet sich heran. Der Einser der Amateure wurde für seine guten Leistungen im Herbst, in dem er auch das Tor des U21-Nationalteams hüten durfte, von Gruber nach Laa mitgenommen. Der Tormanntrainer weiß, "dass für Kuru ein enorm wichtiges Frühjahr ansteht, denn sein Vertrag läuft aus, er muss im Rampenlicht bleiben". Um die Zukunft des 20jährigen macht er sich aber keine Sorgen: "In der Red Zac ist er sicher einer der besten, aber er muss noch mehr Härte zu sich selber beweisen und viel an sich arbeiten." Am Nachmittag können sich die drei "Handschuhe" erstmals in diesem Jahr auf dem Fußballplaz austoben, die wärmeren Temperaturen lassen ein Training auf dem Rasen des Laaer Stadions zu. Die Feldspieler bleiben ihrem Motto treu und gehen wieder auf die Laufstrecke, diesmal stehen 12 Serien von 300-Meter-Läufen an. Die Müdigkeit ist ihnen bereits anzumerken, aber am Freitag geht es wieder zurück nach Wien, bis dahin müssen die Zähne noch ein wenig gefletscht werden.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 19
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. FK Austria Wien 9 15
4. SK Rapid Wien 9 13
5. LASK 9 13
6. FC Flyeralarm Admira 9 13
7. CASHPOINT SCR Altach 9 12
8. RZ Pellets WAC 9 11
9. SV Mattersburg 9 6
10. SKN St. Pölten 9 2
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