20.03.2007, 00:00 Uhr

ZWEI HERZEN SCHLAGEN IN DER AUSTRIA-BRUST. DAS EINE PUMPT WEIT ÜBER...

Zwei Herzen schlagen in der Austria-Brust. Das eine pumpt weit über...

Zwei Herzen schlagen in der Austria-Brust. Das eine pumpt weit über Normalpuls, schließlich verabsäumte es die Austria durch das 2:2 in Tirol, den Druck im Abstiegskampf auf die direkten Konkurrenten zu erhöhen. Das andere FAK-Herz schlägt weiter ruhig im Takt. Denn in der ersten Halbzeit lieferte der Titelverteidiger eine famose Leistung ab. Ein Erfolg gegen Rapid und die Austria-Herzen ticken wieder im Einklang. Einer, der den Ausschlag dafür geben könnte, wäre Andreas Lasnik. Mit einem schlitzohrigen Freistoßtrick hat er bereits am Tivoli für Aufsehen gesorgt, im Derby würde er gerne noch eines draufsetzen. "Diese Partie wird für uns enorm wichtig. Für mich zählt nur der Sieg, an alles andere denke ich gar nicht." Gerade für den 23jährigen wäre ein Sieg über Rapid auch eine gute Gelegenheit, um mit seiner negativen Derby-Bilanz aufzuräumen. Als Veilchen hat er fünfmal gegen die Hütteldorfer gespielt und dabei nur einen Sieg, aber zwei Niederlagen und zwei Remis eingefahren. "Diese Statistik hatte ich gar nicht im Kopf, aber gut, dass ich es jetzt weiß, das macht mich noch heißer." Mehr als auf Betriebstemperatur ist auch schon der Rest der Mannschaft. Lasnik berichtet aus der Kabine, dass sich jeder einzelne darüber im Klaren ist, dass ein schlechter Start in unserer Situation wie ein Schuß ins Knie wäre. "Wir müssen gewinnen, egal wie. Denn bei einem Sieg wäre es in Tirol ein gewonnener Punkt, bei einer Niederlage müssen wir zwei verlorenen nachtrauern." Für den Blondschopf wäre ein Tor gegen Rapid übrigens kein Novum. Beim Spiel am 5. November (1:1) hat er im Hanappi-Stadion getroffen. Wie am Wochenende mit einem Freistoß. Kein Zufall, dass er der Mann für die ruhenden Bälle bei der Austria ist. Beinahe nach jedem Training bleibt Lasnik noch auf dem Platz, legt sich Bälle an der Strafraumgrenze zurecht und versucht diese maßgenau ins Gehäuse zu zimmern. Körperlich hat er ebenfalls zugelegt, denn auch in der Kraftkammer ist er Stammgast. "Man sieht international, was abgeht. Da braucht man einen starken Body, sonst wirst du aus den Schuhen gedrückt. Mein Ziel ist es, dass ich auch einmal ins Ausland komme, also versuche ich jetzt schon, mich ans körperliche Niveau anzupassen." Das Derby, für das es heute Mittag nur noch 1.000 Karten gab, wird mit Sicherheit auch ein Härtetest für Lasnik & Co. Der Linksfuß ist überzeugt, dass man nach diesem Sonntag wieder etwas anderes als die Luft des Letztplazierten schnuppert. "Wir haben genug Qualität, nur müssen wir diese auch ausspielen. Natürlich müssen wir die Eigenfehler abstellen, die uns in Tirol den Sieg gekostet haben, aber das wird uns gelingen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir gewinnen, denn 65 Minuten haben wir sehr gut gespielt, haben als Auswärtsmannschaft wenig Chancen zugelassen und selber einige herausgespielt." Machen wir die drei Punkte, wäre nicht nur Lasniks Derby-Statistik ausgeglichen, unsere beiden Herzen würde auch wieder im selben Takt hämmern...