06.08.2007, 00:00 Uhr

WER HÄTTE DAS GEDACHT: WEDER TORHÜTER BARTOLOMEJ KURU, ANDI...

Wer hätte das gedacht: Weder Torhüter Bartolomej Kuru, Andi...

Wer hätte das gedacht: Weder Torhüter Bartolomej Kuru, Andi Ulmer oder Routinier Harald Suchard ist der meisteingesetzte Spieler bei den Austria Amateuren. Nein, es ist Abwehr-Youngster Markus Suttner! Bisher kam der 20-Jährige in allen Red-Zac-Liga-Partien zum Zug. In bisher 15 Meisterschaftspartien verpasste „Sutti“ von 1350 möglichen, gerade einmal 68 Minuten. Da werden schon Erinnerungen an Marathonmann Jocelyn Blanchard von der Kampfmannschaft wach.  „Amas“-Trainer Thomas Janeschitz ist mit der Entwicklung von Suttner jedenfalls sehr zufrieden: „Im Vergleich zur Vorsaison, mit teils schwankenden Leistungen, hat er sich wirklich stabilisiert und ist zu einem echten Fixposten bei uns gereift. Besonders körperlich und im Zweikampfverhalten gab es im vergangenen Jahr einige Fortschritte, auch wenn er in beiden Fällen noch nicht am Plafond ist. Wenn es so weitergeht, wird er aber kaum aufzuhalten sein.“   Dieser Meinung schließt sich auch sein ehemaliger U20-Nationalteamtrainer Paul Gludovatz an, bei dem der Youngster in fast fünf Jahren sämtliche Nachwuchsauswahlen durchlief: „Charakterlich und was die Einstellung und Persönlichkeit betrifft, ist Suttner schon jetzt ein echtes Vorbild. Er hat sich über die letzten Jahre konsequent weiterentwickelt. Linke sind immer sehr gefragt und auf seiner Position zählt er mit Sicherheit zu den allergrößten Talenten in Österreich. Arbeitet er weiter konsequent an sich und schöpft sein Potential noch mehr aus, hat er das Zeug zu einem sehr guten Bundesliga-Spieler.“   Bei all diesem Lob sieht Janeschitz aber auch noch Verbesserungspotential: „Offensiv ist noch einiges bei ihm zu holen. Auch wenn sich „Sutti“ hier schon stark verbessert hat, als ein Außenverteidiger muss er noch mehr für das Spiel nach vorne bringen.“ Umso mehr, als er laut Gludovatz und Janeschitz wie kaum ein anderer Abwehrspieler in Österreich mit einem wahren Hammer-Linken gesegnet ist, wie der Jungveilchen-Coach bestätigt: „Sein linker Fuß ist eine echte Waffe, von der Schusstechnik zählt er zu meinen Besten, jetzt muss er nur noch seine Tore auch im Spiel machen.“   Suttner selbst bleibt trotz viel Lob und wenig Tadel realistisch: „Ich habe im letzten Jahr sicher einen großen Schritt nach vorn gemacht, aber ich weiß auch, dass ich in manchen Bereichen noch zulegen kann und muss.“ Eines seiner nächsten Ziele: „Mit rechts noch eine Klasse stärker werden, weil wirklich gute Fußballer sind beidbeinig!“ Diese durchaus auch selbstkritischen Töne des Hollabrunn-Akademikers, der mit fünf Jahren im niederösterreichischen Wullersdorf mit dem Kicken begann und über die Frank Stronach Akademie den Weg zu den Austria Amateuren schaffte, zählen für ÖFB- Trainerguru Gludovatz zu seiner größten Stärke: „Sutti ist ein intelligenter Spieler. Er nimmt Kritik gerne an, geht konstruktiv damit um und sieht sie als Ansporn. Bei ihm ist genau deshalb die Gefahr, dass er abhebt, relativ gering.“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 35 78
2. FK Austria Wien 35 60
3. SK Puntigamer Sturm Graz 35 60
4. CASHPOINT SCR Altach 35 53
5. FC Flyeralarm Admira 35 46
6. SK Rapid Wien 35 43
7. SV Mattersburg 35 40
8. RZ Pellets WAC 35 39
9. SKN St. Pölten 35 37
10. SV Guntamatic Ried 35 35
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