07.02.2007, 00:00 Uhr

WENN MARIO TOKIC DAS 1:3 IN MATTERSBURG IM RÜCKSPIEGEL BETRACHTET,...

Wenn Mario Tokic das 1:3 in Mattersburg im Rückspiegel betrachtet,...

Wenn Mario Tokic das 1:3 in Mattersburg im Rückspiegel betrachtet, kommt er zu einem zweigeteilten Fazit. "Eigentlich haben wir trotz frühem Rückstand das Spiel bis zur Pause ganz gut kontrolliert, aber wir haben uns leider auch sehr dumm angestellt. Alle drei Gegentore waren völlig unnötig und sind durch Konzentrationsschwächen entstanden." Typisch Tokic! Der Abwehrchef nimmt sich nie ein Blatt vor den Mund, spricht die Fehler offen an. Seine Meinung über den samstägigen Auftritt der Violetten: "Es war unser schlechtestes Saisonspiel. Nicht einmal im Herbst haben wir solche Schnitzer gemacht." Die Ursachenforschung dafür ist für den Kroaten gar kein Mysterium. "Vielleicht haben einige geglaubt, dass es nach unseren Erfolgen im Frühjahr jetzt immer so weitergeht. Wir sind etwas zu selbstzufrieden." Auch sei die Mannschaft derzeit nicht in der Lage, eine Partie ohne hundertprozentiges Engagement für sich entscheiden zu können. "Besonders nicht in Mattersburg", sagt Tokic. Dabei war es genau das Spiel, das er erwartet hatte - viele Zweikämpfe, enthusiatische Zuschauer, eine aufgeheizte Atmosphäre. "Mit dem schnellen 0:1 und dem 0:2 direkt nach der Pause war es noch schwerer als ohnehin." Gegen seinen Ex-Klub GAK ("Sentimentale Emotionen habe ich überhaupt keine") soll die Scharte ausgemerzt werden. Auch wenn neun Spieler ausfallen, weil sie gesperrt oder verletzt sind. "Diese Probleme hatten wir auch im Herbst, aber jetzt ist der Kader nicht mehr so dünn besetzt. Heute können wir das etwas leichter kompensieren." Wenngleich es dem Routinier auch lieber wäre, wenn der Stamm immer gleich bleiben würde. "Da greifen die Automatismen, derzeit müssen wir leider auch immer etwas improvisieren." In dieser heiklen Phase ist die Mannschaft gefordert. So eigenartig es klingt, für den GAK steht gar nix mehr auf dem Spiel. Der Abstieg in die Red Zac (oder noch weiter runter) ist mit Brief und Siegel beschlossen, jetzt wollen sich die Spieler in die Auslage stellen und für andere Klubs interessant machen. Tokic sagt: "Sie haben eine gute Mannschaft mit einem guten Trainer und einem guten System." Ein Sieg ist für ihn dennoch Pflicht. "Wir wollen in den UEFA-Cup und dürfen uns nicht auf einen Erfolg im Cupfinale verlassen. Noch haben wir die Doppelchance es über die Meisterschaft oder den Pokal zu schaffen." Auch dieser Optimismus ist typisch für Tokic.