17.03.2007, 00:00 Uhr

WENN DER PRESSERAUM IM HORR-STADION ÜBERDURCHSCHNITTLICH GUT BESUCHT...

Wenn der Presseraum im Horr-Stadion überdurchschnittlich gut besucht...

Wenn der Presseraum im Horr-Stadion überdurchschnittlich gut besucht ist, dann ist a) die Austria gerade Meister geworden, b) Frank Stronach im Land, oder c) Derby-Time in Wien. Freitag Mittag griff Variante c. Der Vorgeschmack auf das insgesamt 280. Duell ist eindeutig zuckersüß. Das Horr-Stadion ist seit 13:15 Uhr ausverkauft, Rapid hat das erste Spiel im Frühjahr gegen Altach gewonnen, wir haben beim 2:2 in Tirol mehr als eine Stunde guten Tempofußball geboten. Die Rahmenbedingungen passen perfekt. Das weiß auch Coach Georg Zellhofer (Bild), der trotz verspielter 2:0-Führung hauptsächlich das Positive vom Innsbrucker Tivoli mitgenommen hat. "Die Partie ist abgehakt. Es war für uns das erste Spiel im Frühjahr und somit auch eine Standortbestimmung. 65 Minuten waren wir die beherrschende Mannschaft, diese Erinnerung überwiegt bei weitem." Aber weil es eben nicht zum Sieg gereicht hat, musste sich General Manager Thomas Parits auch prompt die Frage gefallen lassen, was im Falle einer Niederlage am Sonntag passieren wird? "Das ist überhaupt kein Thema bei uns. Es wird keine Trainerdiskussion geben, egal, wie das Spiel ausgeht." Zellhofer quittierte die Aussagen mit einem Schmunzeln auf den Lippen und schob hinter Parits' Worten dem Journalisten, der die Frage mit einem entschuldigenden Unterton stellte, nach: "In diesem Geschäft muss man mit solchen Fragen leben, ich habe kein Problem damit." Innenverteidiger Fränky Schiemer läßt erst gar keinen Zweifel aufkommen, wer am Sonntag als lachender Sieger vom Platz geht: "Es war bitter, das wir uns den Zwei-Tore-Vorsprung noch wegschnappen ließen, aber viel wichtiger ist, dass wir eine Stunde lang ein gutes Spiel geliefert haben. Rapid müssen wir packen und das werden wir auch, denn gerade in einem Derby kann man noch das eine oder andere Prozent dazulegen." Auch der im Winter nachadjustierte Kader wird mit Dauer der Saison ein wichtiger Eckpfeiler im Kampf um Meisterschaftspunkte sein. Parits: "Von unserem Material her müssten wir im oberen Drittel der Tabelle sein. Wir haben fünf Teamspieler geholt und die Qualität somit erhöht. Jetzt müssen sich die Spieler nur noch finden und zu einer Mannschaft wachsen. Mit einem guten Ergebnis am Sonntag könnten wir einen Lauf bekommen, so etwas wäre wichtig." Mittlerweile ist ja schon fast berühmt, die Tabelle, wonach wir nach 45 Minuten mit sieben Punkten Vorsprung vor Salzburg führen würden, mit einem Schuß Ironie sagt Zellhofer abschließend: "Wir haben uns als internes Ziel gesetzt, dass wir jetzt auch die zweite Halbzeit gewinnen wollen." Praktisch, so hätten wir nämlich keine Abstiegssorgen...