09.08.2007, 00:00 Uhr

VOR ETWAS MEHR ALS EINEM JAHR VERLIEß FILIP SEBO DIE WIENER AUSTRIA...

Vor etwas mehr als einem Jahr verließ Filip Sebo die Wiener Austria...

Vor etwas mehr als einem Jahr verließ Filip Sebo die Wiener Austria Richtung Glasgow Rangers. Mittlerweile spielt „Fila“ nach seinem Gastspiel bei den Rangers in der französischen Ligue 1 bei Valenciennes. Am Donnerstag fiebert das Ex-Veilchen aber mit der Austria gegen Bordeaux mit. „Ich werde mir die Partie sicher im Fernsehen ansehen und ganz fest die Daumen drücken.“ Eingelebt hat sich der slowakische Teamstürmer, der sich mittlerweile mit einem prächtigen Haarschopf präsentiert, beim französischen Aufsteiger sehr schnell: „Sportlich gesehen, läuft es sehr gut, ich bin bisher in jedem Spiel zum Einsatz gekommen, habe im Ligacup gegen Sochaux den Siegestreffer erzielt und zuletzt beim 2:0 gegen Stade Rennes beide Tore aufgelegt. Auch das Land gefällt mir sehr gut, ich fühle mich schon wie ein halber Franzose, obwohl ich noch kaum französisch spreche.“ Vor etwas mehr als einer Woche spielte Sebo in der französischen Meisterschaft gegen Austrias UEFA-Cup-Gegner Girondins Bordeaux, verlor mit Valenciennes mit 1:2. Was ihm sofort auffiel: „Bordeaux zelebriert den Fußball, da wird sehr viel kombiniert und getrickst. Hohe und lange Bälle gibt es bei ihnen kaum. Das Team ist enorm ballsicher, spielt flott nach vorne und will den Zuschauern immer attraktiven Fußball bieten.“ Für Sebo besonders gefährlich war die Offensivabteilung: „Egal ob ein Jussié, Bellion oder Chamakh, die sind vielleicht alle nicht so bekannt, aber trotzdem enorm gefährlich!“ Sein Rezept um gegen die Weinstädter eine Figur zu machen: „Aggressiv in die Zweikämpfe gehen, ihnen keinen Platz zum Atmen lassen und sie zu Fehlern zwingen.“ Was den Fußball in Frankreich angeht, so sind dem Ex-Austrianer zwei Dinge gleich aufgefallen: „Dass der französische Fußball technisch einer der besten überhaupt ist, weiß man ja. Überraschend war für mich aber vor allem die unglaublich Fitness und die Robustheit der meisten Spieler. In Frankreich sind sehr viele dunkelhäutige Spieler engagiert, die körperlich ungemein stark sind.“ Der echte Star bei Bordeaux ist für Sebo aber der Coach. „Laurent Blanc ist in Frankreich in aller Munde. Trotz seiner noch sehr jungen Trainerkarriere werden schon jetzt Lobeshymnen auf ihn abgesungen. Sein offensiver Stil kommt bei den Leuten sehr gut an und ihm wird eine große Trainerkarriere prophezeit. Auch wenn es für Bordeaux zuletzt nicht ganz ideal lief, gibt ihm der Erfolg mit Platz vier in der Liga recht. Von der Mannschaft her, liegt Bordeaux vor weit höher eingeschätzten Teams in der Tabelle.“ Trotzdem denkt Sebo, dass die Austria auch gegen Bordeaux bestehen kann: „Eigentlich tippe ich nie, aber vom Gefühl her stehen die Chancen 50:50, weil die Austria vor eigenem Publikum immer noch einen Gang zulegen kann.“ Kontakt hat Sebo bei der Austria besonders noch mit dem derzeit verletzten Stepan Vachousek. „Wir telefonieren wirklich oft und ich bin sehr froh, dass es ihm langsam besser geht. Ich hoffe sehr, dass er im Frühjahr wieder voll da ist. Schafft er das, ist Vachi sicher ein Spieler, der in der in der entscheidenden Phase der Meisterschaft den Unterschied machen kann.“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 26 56
2. CASHPOINT SCR Altach 26 49
3. FK Austria Wien 26 47
4. SK Puntigamer Sturm Graz 26 45
5. FC Flyeralarm Admira 26 33
6. RZ Pellets WAC 26 32
7. SK Rapid Wien 26 30
8. SKN St. Pölten 26 27
9. SV Mattersburg 26 24
10. SV Guntamatic Ried 26 23
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