10.09.2007, 00:00 Uhr

UNTERSCHIEDLICHER HÄTTEN DIE REAKTIONEN AUF DIE GRUPPENAUSLOSUNG KAUM...

Unterschiedlicher hätten die Reaktionen auf die Gruppenauslosung kaum...

Unterschiedlicher hätten die Reaktionen auf die Gruppenauslosung kaum sein können. Sah man nach dem ersten, provisorischen Spielplan noch recht zufriedene Gesichter, verschwand die gute Miene bald nach dem bösen (Klimazonen-)Spiel. Weil Helsingborg nach den UEFA-Richtlinien nicht wie ursprünglich ausgelost das letzte Gruppenspiel daheim bestreiten darf (Stichwort "Klimaregelung"), wurde nach nur einer halben Stunde der komplette Spielplan wieder über den Haufen geworfen und alle Heim- bzw. Auswärtstermie gedreht. Teambetreuer Markus Schaffer und Marketingleiter Dietmar Kurzawa durchschritten bei der Auslosung in Nyon ebenfalls ein Wellenbad der Gefühle, denn ursprünglich hätten wir gegen Galatasaray Istanbul zuhause spielen sollen, die türkischen TV-Anstalten rissen sich bereits um die Übertragungsrechte, finanziell wäre ein volles Happel-Stadion ebenfalls ein besonderes Zubrot gewesen. In der Geschäftsstelle im Horr-Stadion sind schon wenige Augenblicke nach der Auslosung ununterbrochen Kartenbestellungen von Türken per Fax gekommen. Aber es kam doch anders, aufgrund der Rochade haben wir jetzt Bordeaux (8.11.) und Panionios Athen (6.12.) daheim, Helsingborg (29.11.) und Galatasaray (19.12.) auswärts. Trainer Georg Zellhofer, der mit der Mannschaft die Auslosung in der Therme Laa/Thaya verfolgte, war die Umstellung im ersten Moment gar nicht recht: "In der ersten Runde sind wir spielfrei, das wollte ich nicht. Und wenn es in der letzten Runde in Istanbul um alles geht, dann wird das dort ein heißer Tanz." Deswegen muss die Devise lauten, dass gegen Galatasaray am letzten Spieltag der Gruppenphase schon alles entschieden ist, sonst erwartet uns dort die Fußball-Hölle. Von der Papierform her ist klar, dass die Türken und die Franzosen die Favoriten sind, aber dahinter ist jede Konstellation möglich, also auch der dritte Platz, der zum Aufstieg in die Runde der letzten 32, die erst wieder im Februar gespielt wird, reichen würde. Kapitän Jocelyn Blanchard kennt Bordeaux natürlich aus dem Eff-Eff. Seine Einschätzung: "Nach Olympique Lyon ist das die beste Mannschaft in Frankreich. Sie haben Johan Micoud, dazu zwei starke Brasilianer und viele andere gute Einzelspieler. Das wird schwer, aber interessant, denn wir können ohne viel Streß in diese Begegnungen gehen und die jungen Spieler werden wieder viel dazulernen." Milenko Acimovic streut Bordeaux ebenfalls Rosen: "Wir müssen großen Respekt vor ihnen haben, ich habe einige Male gegen sie gespielt und sie sind schwer auszurechnen. Über Galatasaray muss man keine großen Worte verlieren, die sind jedes Jahr sehr stark und gehören mit zu den großen Favoriten. Aber alles ist möglich für uns, wenn wir in Topform sind." Stürmer Hannes Aigner freut sich vor allem auf zwei "schöne Spiele gegen Bordeaux und Galatasaray, gegen die auch eine Überraschung gelingen könnte". Wie für alle anderen auch, ist Helsingborg die ganz große Unbekannte in unserer Gruppe H. Aigner: "Grundsätzlich können wir zufrieden sein. In den beiden Heimspielen brauchen wir unsere Fans, dann können wir wieder Außergewöhnliches schaffen." General Manager Thomas Parits: "Für mich gibt es in unserer Gruppe mit Bordeaux und Galatasaray Istanbul zwei haushohe Favoriten. Für unsere Mannschaft sind die zwei Kracher sicher positiv für die Entwicklung. Gegen die Franzosen ist aber vielleicht daheim auch eine Überraschung möglich. Zum Auftakt können wir da nur gewinnen, denn uns wäre niemand böse, wenn wir gegen ein Topteam wie Bordeaux Punkte liegen lassen. Ich hoffe auf 25.000 bis 30.000 Zuschauer. Wir spielen nach der Papierform mit Helsingborg und Panionios um Platz drei. Wenn wir im ersten Spiel gegen die Franzosen punkten und dann in Helsingborg nicht verlieren, hätten wir gegen Panionios im Happel-Stadion, vor unseren eigenen Fans, schon so etwas wie ein Endspiel um den Gruppenaufstieg. Unsere Zielsetzung ist der dritte Platz und der scheint bei diesem Los durchaus möglich."