24.05.2007, 00:00 Uhr

SZABOLCS SAFAR TAUGT NICHT BESONDERS GUT ALS STIMMUNGSBAROMETER BEI...

Szabolcs Safar taugt nicht besonders gut als Stimmungsbarometer bei...

Szabolcs Safar taugt nicht besonders gut als Stimmungsbarometer bei Violett. Denn der Austro-Ungar hat nach außen hin nahezu immer dieselbe Laune, an seinen Mimik läßt sich nur schwer erahnen, ob die Mannschaft gerade gewonnen, verloren oder ein hartes Training hinter sich hat. Doch dieser Tage haben sich seine Mundwinkel deutlich öfters nach oben gezogen als üblich, er stand nach dem 2:2 gegen Salzburg im Rampenlicht, er war Hexer und Held in Personalunion. Gleich sieben "Hundertprozentige" und den Elfmeter von Alex Zickler hat er abgewehrt und damit nicht nur die Zuschauer verzückt. "Safi war eine Klasse für sich, er hat ausgezeichnet gespielt", lobte auch Trainer Georg Zellhofer den beherzten Auftritt seiner Nummer 1. Safars unmittelbarer Coach, Tormanntrainer Franz Gruber, konnte nach dem Spiel auf seinen Schützling zu Recht sehr stolz sein. Seine Analyse dieser Leistung: "Eine logische Folge seines Trainings. Er hat schon im Trainingslager gezeigt, dass er jetzt viel engagierter auftreten kann und hat bemerkt, dass er auch an seinen kleinen Schwächen akribisch arbeiten muss." Der impulsive Safar jetzt explosiv? "Es stimmt, es hat sich schon einiges geändert, aber auch in meinem Kopf. Ich war zweieinhalb Jahre nur Ersatz, habe erst letzte Saison regelmäßig gespielt. Als Tormann braucht man aber auch die Spielpraxis, um die Sicherheit zu bekommen." Zudem hat er sich in der Vorsaison, in der er auch sehr gut spielte, aber nur selten exorbitant gut, zusätzlich Respekt verdient. "Da wächst man auch innerlich." Dabei hätte es aufgrund seines Vorgängers durchaus auch passieren können, dass er zerbricht. Joey Didulica war - und ist immer noch noch - bei vielen Austria-Fans eine Ikone. Sie liebten seine Art Fußball zu spielen, vergötterten ihn wegen seines ausgeprägten Sinn für Populismus. "Anfangs war es schwierig, Joey zu ersetzen. So wie es auch für ihn schon schwer war Mandl zu ersetzen. Aber wenn man seine Leistung bringt, wird man geschätzt. Die Fans hatten nach seinen Topleistungen hohe Erwartungen. Wir sind konträre Typen, haben uns aber sehr gut verstanden."   Mit Spielen wie gegen die Bullen macht er sich bestimmt noch mehr Freunde, auch deshalb, weil wir irgendwann für unsere Mühen belohnt werden und dann hinten das "Nullerl" steht. Safar, der seit Sommer verstärkt an der konditionellen Basis arbeitet (Gruber: "Die Ausdauer ist für die Konzentration unabdinglich"), will mit der Austria heuer jedenfalls noch hoch hinaus, dafür ist demnächst ein Sieg in der Meisterschaft wichtig: "Denn je länger es dauert, umso nervöser werden alle." Selbst er, der ansonsten Ruhige...

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 20 42
2. FC Red Bull Salzburg 20 40
3. SK Puntigamer Sturm Graz 20 39
4. FK Austria Wien 20 37
5. SK Rapid Wien 20 27
6. FC Admira Wacker Mödling 20 23
7. RZ Pellets WAC 20 22
8. SV Guntamatic Ried 20 20
9. SKN St. Pölten 20 18
10. SV Mattersburg 20 14
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