20.05.2007, 00:00 Uhr

SO RICHTIG AUF DER RECHNUNG HATTE IHN VOR DER SAISON NIEMAND. ALS FLORIAN...

So richtig auf der Rechnung hatte ihn vor der Saison niemand. Als Florian...

So richtig auf der Rechnung hatte ihn vor der Saison niemand. Als Florian Metz sich im Sommer dazu entschied, die Austria doch nicht zu verlassen, haben viele gedacht, dass er auf der Ersatzbank versauern wird oder nur bei den Amateuren Spielpraxis sammeln darf. Inzwischen dürften aber auch die letzten Skeptiker vom sportlichen Wert des 21jährigen überzeugt sein. Ein Kurzeinsatz beim Auftakt gegen Sturm, 75 Minuten nach der roten Karte von Jacek Bak gegen Salzburg und 90 Minuten in Ried - Metz mausert sich zur fixen Größe. Für den Jungspund geht damit ein Traum in Erfüllung. "Bislang habe ich meist nur gespielt, wenn einer gesperrt oder verletzt war. In Ried war es erstmals seit langem so, dass ich aufgrund meiner Leistungen von Beginn an aufgestellt wurde." Der Defensivspezialist ist endlich auf Augenhöhe mit Austrias Elite, dafür musste er allerdings einiges an sich ändern, vor allem sein Liebling-aller-Schwiegermütter-Image ganz flott ablegen. "Der Trainer hat mir in einem Vieraugengespräch erklärt, dass ich eine Duftmarke setzen muss und nicht immer nur der brave Florian sein darf. Das setze ich jetzt um, haue im Training auch einmal einen aus den Schuhen." Genau diese Reaktion wollte Zellhofer sehen und sie kam auch. "Er ist nun bestimmender, hat gelernt, sich selber auf die Füße zu stellen", lobt der Coach, der ihn am Freitag auf Rieds Spielmacher Herwig Drechsel angesetzt hatte. Metz erfüllte seine Aufgabe zu hundert Prozent, ließ das Genie die ganze Partie über sehr alt aussehen. Am Sonntag könnte er gegen Steffen Hofmann, zurzeit Rapids Bester, spielen. "Wenn ich ins System passe, erwarte ich schon, dass ich wieder dabei bin." Zellhofer ergänzt: "Es könnte sein, dass sich die beiden matchen, aber vielleicht spielt Steffen auch auf einer anderen Position als zentral im Mittelfeld." Für den Absolventen der Frank-Stronach-Akademie, der trotz seiner Jugend schon dreimal Cupsieger und einmal Meister wurde, sind Spiele gegen Rapid nicht nur wegen des Derby-Charakter und der Stimmung etwas besonderes, gegen die Grünen hat er am 1. August 2004 auch sein Bundesliga-Debüt gefeiert (1:1). Ein Remis ist das Mindeste, was er sich auch für Sonntag wünscht. "Aber es darf auch ein bisserl mehr sein", grinst er.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 20 42
2. FC Red Bull Salzburg 20 40
3. SK Puntigamer Sturm Graz 20 39
4. FK Austria Wien 20 37
5. SK Rapid Wien 20 27
6. FC Admira Wacker Mödling 20 23
7. RZ Pellets WAC 20 22
8. SV Guntamatic Ried 20 20
9. SKN St. Pölten 20 18
10. SV Mattersburg 20 14
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