02.04.2007, 00:00 Uhr

SEIT SONNTAG IST DIE STRATEGISCHE UND SPORTLICHE FÜHRUNGSSPITZE DES...

Seit Sonntag ist die strategische und sportliche Führungsspitze des...

Seit Sonntag ist die strategische und sportliche Führungsspitze des FK Austria MAGNA im Trainingslager komplett. Aber SMI-Geschäftsführer Ernst Neumann, Manager Markus Kraetschmer (im Bild links) und Amateur-Sportkoordinator Christian Peischl (rechts) sind nicht zum Sonnenbaden an die Costa del Sol gekommen, das Trio begibt sich gemeinsam mit General Manager Thomas Parits täglich für mehrere Stunden in Klausur und arbeitet intensiv an der Zukunft der Veilchen. Manager Markus Kraetschmer klärt uns im Interview auf, wie der Timetable für die mögliche Umwandlung in eine AG aussieht und welche Schritte noch mit Betriebsführer MAGNA gesetzt werden müssen.   Herr Kraetschmer, wenn man in Marbella bei knapp 25 Grad und Sonnenschein auf der Hotelterrasse sitzt, sieht das fast nach Urlaub aus. Sie werden uns jetzt aber gleich erzählen, dass dem nicht so ist. Ganz richtig. Es ist Arbeit - eine äußerst diffizile sogar - aber unter angenehmen äußeren Bedingungen.   Worum geht es in euren Gesprächen, in denen neben großer Sachlichkeit auch mal die eine oder andere wilde Geste aus der Ferne zu erspähen war? In erster Linie sind es Planungsgespräche. Wir diskutieren über die Details zur Beendigung des Betriebsführervertrags und die Überleitung in die AG. Damit verbunden sind auch die Gespräche über die Kader der Kampfmannschaft und der Amateure für die nächste Saison. Wie sieht die Philosophie nicht nur kurz- sondern auch mittelfristig aus? Wie kann auch ab dem 1. Juli 2007 unser Vier-Säulen-Modell mit AJFA, FSA, Amateur-Mannschaft und Kampfmannschaft weiterhin funktionieren? Es gibt sehr viele Detailfragen zu besprechen und vor allem zu klären.   Wie geht man ein so komplexes Aufgabengebiet an? Wir haben bereits einen Themenkatalog erarbeitet, den wir nun von jetzt an, über die Lizenzvergabe und bis zum geplanten AG-Start im Juli Punkt für Punkt in die Tat umsetzen möchten. Ich hoffe, dass dies sehr zügig vorangeht.   Hat auch das neue Präsidium der Austria, das auf der Generalversammlung gewählt wurde, schon einen Einblick in diese heikle Thematik? Selbstverständlich. Das Präsidium ist letzte Woche zusammengetreten, dabei wurde die Arbeitsaufteilung für die kommende Zeit eingehend besprochen.   Frank Stronach und MAGNA spielen ja auch in der Zukunftspalnung der Austria eine wesentliche Rolle. Hat es auch auf dieser Ebene weitere Gespräche gegeben? Ja, bereits letzte Woche hat sich Präsident Wolfgang Katzian mit Frank Stronach getroffen. Dabei haben sich beide sehr deutlich für einen gemeinsamen Weg bekannt. Die Atmosphäre ist sehr positiv. Frank Stronach hat auch nochmals bekräftigt, dass er gerne mit der Austria kooperieren möchte, wenn die Rahmenbedingungen passen. Über diese werden gerade intensiv verhandelt.   Für MAGNA ist das Stadion ja auch ein wesentlicher Bestandteil, oder? Ja, es ist Teil des Gesamtkonzepts mit MAGNA. Das Stadion-Thema ist rechtlich eine Sache zwischen der MAGNA und der Gemeinde Wien, aber freilich ist es wichtig für die Zukunft der Austria.   Wie sehen die nächsten Schritte für die Abwicklung zur Ausgliederung der Profiabteilung in eine AG aus? Zunächst müssen wir die Lizenzunterlagen bis 15, März einreichen. Ein wesentlicher Punkt dafür ist ein solides Budget. Unsere Zielgröße ist zwischen 15 und 17 Millionen Euro, das müssen wir mit entsprechenden Unterlagen belegen können. MAGNA soll Hauptsponsor bleiben, deswegen brauchen wir auch die entsprechenden schriftlichen Unterlagen dafür, damit der Lizenz-Ausschuß der Liga dies anerkennt.   Okay, der 15. März ist noch eine Weile hin, aber müssen nicht auch schon jetzt andere Arbeitsprozesse parallel dazu eingeleitet werden? Natürlich sind wir da schon in Planung. Wir haben verschiedene Arbeitsgruppen definiert, deren Aufgabe es sein wird, festzulegen, welche Rechte und Pflichten vom Verein bzw. MAGNA eingebracht werden. Es gibt viele heiße Fragen, wie: Welche Spieler kommen in die AG? Wer werden die Aktionäre in der AG sein? Wer und wieviele Personen werden im Aufsichtsrat und Vorstand vertreten sein? Wie wird man Marketing betreiben? Das ehrgeizige Ziel ist es, dies bis Ende Mai auf die Beine gestellt zu haben, damit wir mit entsprechender Vorlaufzeit in die neue Saison gehen können.   Was ist das Ziel am Ende der komplizierten Verhandlungen? Dass wir einerseits eine professionelle Struktur geschaffen haben und vor allem ein Budget realisieren, dass noch immer das zweitgrößte der Liga wäre. Es muss aber auch jedem klar sein, dass es Sponsorverträge gibt und nicht mehr den Betriebsführervertrag, der eine schwarze Null garantiert und auch beispielsweise kurzfristige Sonderkäufe ermöglicht hat. Dann müssen wir noch strenger als bisher darauf achten, dass unser Budget und die Zahlungsfristen eingehalten werden. Alles in allem ein sehr intensives Arbeitsprogramm neben der Meisterschaft.   Apropos Meisterschaft. Was ist Ihr Eindruck von der Vorbereitung bislang? Die Stimmung und die Rahmenbedingungen sind sehr gut. Wir haben für das Frühjahr alle offenen Fragen gelöst und haben mit der Mannschaft Klarheit geschaffen. Wir haben aber an alle eindringlich appelliert, dass es nicht nur für die Errichtung einer AG extrem wichtig ist, dass wir unsere Profiteams in der T-Mobile-Bundesliga und in der Red Zac halten. Natürlich werden wir über den Cup versuchen, uns einen internationalen Startplatz zu sichern, aber vorrangig geht es um die Existenz des Klubs, alles andere ergibt sich von selber.  

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 20 42
2. FC Red Bull Salzburg 20 40
3. SK Puntigamer Sturm Graz 20 39
4. FK Austria Wien 20 37
5. SK Rapid Wien 20 27
6. FC Admira Wacker Mödling 20 23
7. RZ Pellets WAC 20 22
8. SV Guntamatic Ried 20 20
9. SKN St. Pölten 20 18
10. SV Mattersburg 20 14
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