10.08.2007, 00:00 Uhr

SANEL KULJIC HAT IN DIESEM HERBST SCHON EINE LA OLA NACH DER ANDEREN...

Sanel Kuljic hat in diesem Herbst schon eine La Ola nach der anderen...

Sanel Kuljic hat in diesem Herbst schon eine La Ola nach der anderen inszeniert. Seine sieben Bundesliga-Tore verzauberten die Austria-Fans, der Teamstürmer hat sich rasch in die Herzen der violetten Familie gespielt und sich damit den Unmut der gegnerischen Torhüter mit seinen "Duftmarken" zugezogen. Während es in der Meisterschaft nun schon seit acht Spielen aber nicht mehr mit einem Treffer aus dem Spiel heraus klappte, scheint der Europacup in jedem Fall sein Bewerb zu sein, denn sowohl in beiden Partien gegen Valerenga Oslo als auch beim Heimspiel gegen Jablonec hat er gescort. Ebenso am Donnerstag gegen Girondins Bordeaux? Kuljic wird jedenfalls keine Probleme damit haben, seinen Gegenspieler auf französisch zu begrüßen oder ihm im Falle eines rüden Fouls ordentlich die Meinung zu sagen. Bei seinem Engagement in der Schweiz beim FC Sion hat er die Sprache ein wenig gelernt, für die notwendigste Konversation wird es jedenfalls genügen. Am liebsten würde er aber wieder Tore sprechen lassen. "Auch wenn ich aus dem Spiel heraus schon länger nicht getroffen habe, fühle ich mich sehr gut. Das Gute ist, dass ich zu Chancen komme, zwar nicht zu sehr vielen, aber die eine oder andere ist immer wieder dabei. Ich war nicht immer vom Glück verfolgt vor dem Kasten, aber das kommt zurück." Vielleicht schon gegen den Tabellenvierten der Ligue 1? "Ich würde gerne in jedem Spiel treffen, aber es gibt keinen auf der ganzen Welt, der das kann. Auch anderen Topstürmer passiert es, dass sie einmal eine Phase haben, in der nicht jeder Schuß oder Kopfball sitzt." Kuljic ist einer, der sich immer das Positive herauszieht, also machen auch wir das, denn alles im Leben hat ein Pro und ein Contra. Somit sortieren wir auch bei der Partie gegen Bordeaux. In die Abteilung Pro gehört, dass wir heuer noch kein Europacup-Heimspiel verloren haben. Das Contra: Die Bilanz im Europacup gegen französische Klubs ist negativ - 2 Siege, 3 Remis, 4 Niederlagen. Das zweite Pro könnte sein: Bordeaux kommt zum richtigen Zeitpunkt. Kuljic realistisch: "Wir haben unser Minimalziel mit der Qualifiaktion für die Gruppenphase bereits erreicht, jetzt werden wir versuchen die Gruppe zu überstehen und gute Spiele abzuliefern. Die Favoriten sind sicher Bordeaux und Galatasaray, aber unser Vorteil ist, dass wir nichts zu verlieren haben." Das Erreichen der Gruppenphase war im Budget ein fixer Bestandteil, jetzt müssen wir versuchen, so viel wie möglich am Kuchen mitzunaschen. Als Startgeld gibt es 105.000 €, für einen Sieg 40.000 € und für ein Remis 20.000 € - das ist von der UEFA so festgesetzt, einen fixen Schlüssel gibt es auch hinsichtlich der TV-Übertragungsrechte. Dazu kommen noch die Zuschauereinnahmen. Der UEFA-Cup ist zwar noch lange nicht in den Dimensionen der Champions League, aber ein gutes Taschengeld kann man sich schon dazu verdienen. Das sind aber nur die nackten Zahlen, viel erfreulicher ist die Tatsache, dass wir zum dritten Mal in vier Jahren den Einzug in die Gruppenphase geschafft haben. Diese positive Bilanz können europaweit nicht viele Klubs aufweisen. Europa, wir kommen!

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 19
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. FK Austria Wien 9 15
4. SK Rapid Wien 9 13
5. LASK 9 13
6. FC Flyeralarm Admira 9 13
7. CASHPOINT SCR Altach 9 12
8. RZ Pellets WAC 9 11
9. SV Mattersburg 9 6
10. SKN St. Pölten 9 2
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