25.11.2007, 00:00 Uhr

NICHT NUR AUF DEN FUßBALL-TRAININGSFELDERN HERRSCHT IN MARBELLA...

Nicht nur auf den Fußball-Trainingsfeldern herrscht in Marbella...

Nicht nur auf den Fußball-Trainingsfeldern herrscht in Marbella reger Betrieb, auch auf den Golfplätzen rund um unser Hotel Barcelo ist Hochsaison. David Lafata kann von seinem Balkon aus direkt auf eines der Fairways mit zwei Bunkern spähen. Der kleinen weißen Kugel nachzujagen ist derzeit aber noch nicht seins, er steht noch immer höllisch auf X-Large-Bälle, heute sogar noch mehr als noch vor wenigen Wochen. Vor ziemlich genau einem Jahr ist Lafata zur Austria gekommen, verabschiedete sich damals sogar als kleiner Held von seinem Ex-Klub Jablonec, denn er war ihr bester Stürmer. Jeder vergönnte ihm eine Karriere im Ausland und er erklärte vor vielen Mikrofonen, dass er sich den Sprung nach Wien ohne weiteres zutraue. Aber es war viel härter, als er sich das wahrscheinlich gedacht hatte. Trotz Traumstart (Tor gegen Rapid in seinem zweiten Bundesliga-Spiel) kam er nur schwer auf die Beine, hatte neben der sprachlichen Barriere auch noch mit einem Virus zu kämpfen, der ihm auch einen Platz im tschechischen Teamkader beim Spiel gegen Deutschland im vergangenen März kostete. Erst im April erholte er sich auch kraftmäßig wieder von seiner Krankheit, knallte sich dabei gleich wieder in die Herzen der Fans. Ausgerechnet im Cupfianle steuerte er einen Treffer zum 2:1-Erfolg über Mattersburg bei, das zählte wie ein Derby-Treffer so gut wie doppelt. Aber auch dadurch schaffte er noch nicht den endgültigen Durchbruch, wieder musste er tatenlos zusehen, denn abermals eine Verletzung in der letzten Woche der Sommervorbereitung bescherte ihm auch zu Beginn dieser Saison einen kleinen Hänger, die Plätze im Austria-Angriff waren rasch von Kuljic, Aigner und Acimovic besetzt. Inzwischen ist er aber wieder da. Besonders gegen Ende der Herbstsaison hat er aufgezeigt, scorte gegen Sturm und Mattersburg, heute geht er wie ausgewechselt durch die Hotelhalle in Marbella. Die Tore, der Weihnachtsurlaub, die Anerkennung in der Mannschaft - all das trägt dazu bei, dass seine Körpersprache wieder positiv ist. Das sieht man auch beim Training. Vorbei sind die Zeiten, als er nur mit hängenden Schultern über den Platz trabte, derzeit verwertet er wieder Flanke um Flanke seiner Mitspieler. Jetzt hat er wieder Biss den Biss einer Strafraum-Kobra und schlägt sich wacker, das möchte er auch in der Meisterschaft beweisen. Die Veilchen sind für ihn Favorit, dahinter kommen Salzburgs Bullen, über die er selbst als Tscheche sagt: "Die haben überhaupt keine Tradition. Austria ist ein Topklub mit internationalem Flair, bei uns kennt diesen Namen jeder, Red Bull dagegen ist ein weißer Fleck auf der Fuball-Landkarte." Mit einigen Lafata-Treffern im Frühjahr könnte das auch noch länger so bleiben.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 34 75
2. FK Austria Wien 34 60
3. SK Puntigamer Sturm Graz 34 57
4. CASHPOINT SCR Altach 34 53
5. FC Flyeralarm Admira 34 46
6. SK Rapid Wien 34 40
7. SV Mattersburg 34 40
8. RZ Pellets WAC 34 38
9. SKN St. Pölten 34 36
10. SV Guntamatic Ried 34 32
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