04.02.2007, 00:00 Uhr

MAN KENNT DAS JA AM VERTEILERKREIS. KAUM GIBT ES NICHT SIEG UM SIEG UM...

Man kennt das ja am Verteilerkreis. Kaum gibt es nicht Sieg um Sieg um...

Man kennt das ja am Verteilerkreis. Kaum gibt es nicht Sieg um Sieg um Sieg, dreht sich die Spirale. Plötzlich stehen Journalisten, die ansonsten kaum die Trainings besuchen, neben dem Platz und notieren eifrig jedes Wort und jedes Foul und vermuten dahinter gleich blank liegende Nerven. Auch das Telefon der Verantwortlichen sowie der Pressestelle schrillt im Stakkato. Das 1:2 beim GAK weckte scheinbar die Geister. Nach zwei Niederlagen in Folge hat sich diesmal aber auch Thomas Parits die Mannschaft vorgeknöpft. Um 10 Uhr ist er vor dem Training vor die Spieler in der Kabine getreten und hat sie in die Pflicht genommen. In einer 30minütigen Ansprache appellierte er an ihre Ehre und an ihre Vernunft. "Ich habe ihnen gesagt, dass sich in den nächsten drei Wochen die Zukunft des Klubs entscheidet. Wir können es mit dem Cupsieg noch in den UEFA-Cup schaffen und uns auch in der Meisterschaft im oberen Drittel festsetzen. Das waren unsere Ziele bei meinem und Georg Zellhofers Amtsantritt im Herbst, das wollen wir auch in die Tat umsetzen. Ich erwarte, dass bis dahin jeder in seinem Privatleben zurücksteckt, alles der Austria unterordnet und dass die Verletzten alles unternehmen, um so schnell wie möglich gesund zu werden." Auch mit Mario Tokic hat er das Gespräch gesucht. Der Kroate versicherte dem Generalmanager, dass er noch nicht bei Rapid unterschrieben hat, aber einem ausländischen Klub im Wort ist. Georg Zellhofer sah Parits' Kabinenpredigt sehr positiv: "Es ist sehr gut, wenn die Spieler auch von ganz oben etwas zu hören bekommen. Eine gewisse Grundeinstellung gehört einfach dazu, die hat aber leider nicht jeder in den letzten zwei Spielen gezeigt. Da muss mehr kommen." Zudem war er sauer, dass wir kurz vor dem Schlußpfiff noch das 1:2 kassierten. "Das darf nicht sein, da muss man sich klüger verhalten und auf das Resultat spielen." Änderungen im Kader für das Pasching-Spiel am Samstag gibt es mit Sicherheit. Markus Kiesenebner kommt nach vierwöchiger Pause (Meniskus-OP) wieder zurück, ebenso die zuletzte Gesperrten Milenko Acimovic und Johnny Ertl.