18.05.2007, 00:00 Uhr

MAN BRAUCHT KEINEN FUßBALL-ALMANACH ALS LEKTÜRE, UM SICH DAS...

Man braucht keinen Fußball-Almanach als Lektüre, um sich das...

Man braucht keinen Fußball-Almanach als Lektüre, um sich das Ergebnis des letzten Spiels der Austria in Hütteldorf in Erinnerung rufen zu wollen - 0:3 am 8. Mai 2007, eigentlich zum Vergessen. Wenn etwas negativ war, nimmt man das nicht gerne als Reminder, aber in diesem speziellen Fall soll es unsere Veilchen für das Spiel am Sonntag bei Rapid beflügeln, denn es war eine Woche nach dem Gewinn des Cupfinales. Nach oben ist in der Tabelle nix mehr gegangen, nach unten auch nicht, die Luft war also schon draußen. Für die Austria war dafür der Sieg letzten Freitag in Ried mehr als nur der erste Dreipunkter in dieser Saison. Es war der Befreiungsschlag nach dreimaligem Anlauf. "Ich bin bislang ganz zufrieden", meint Kapitän Blanchard, "wir sind noch ungeschlagen und haben bereits fünf Tore. Im Vorjahr haben wir bis Runde neun gebraucht, um auf ebensoviele Treffer zu kommen." Seine Erklärung für den guten Ligastart: "Wir sind schon eine Mannschaft." Der Franzose wäre aber nicht der bekannt faire Sportsmann, wenn er nicht auch Respekt vor den Leistungen Rapids haben würde. "Sie haben sich im UI-Cup sehr gut geschlagen, sind in einem guten Rhythmus. Aber das kostet auch Kraft, denn Kasan ist eine starke Mannschaft gewesen, sie mussten auf sehr hohem Niveau spielen."  Auch wenn es die Austria-Fans gerne sehen würden - einen Hurra-Stil der Violetten wird es am Sonntag nicht geben. "Wir wollen zwar schönen Fußball bieten, müssen aber auch ergebnisorientiert denken. Ich bin überzeugt, dass wir zumindest einen Punkt holen, denn wir haben jetzt eine Mannschaft, die nicht nur reagieren kann, sondern in erster Linie auch agieren. Ich bin sehr optimistisch, dass wir ein gutes Spiel machen werden." Szenario A für Sonntag ist: Ausufernede violette Jubelstimmung, ein Meer an Fahnen und Schals, Freudengesänge, südländisches Flair auf der Osttribüne (=Austriafans) des Hanappi-Stadions nach dem Schlußpfiff. Szenario B: Schweigen, tröstende Worte, Fans, in deren Gesichter die violette Schminke verläuft. Willkommen beim Kampf um die Nummer 1 von Wien. In diesem Sinne hoffen wir freilich auf Szenario A. A wie Austria.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 26 56
2. CASHPOINT SCR Altach 26 49
3. FK Austria Wien 26 47
4. SK Puntigamer Sturm Graz 26 45
5. FC Flyeralarm Admira 26 33
6. RZ Pellets WAC 26 32
7. SK Rapid Wien 26 30
8. SKN St. Pölten 26 27
9. SV Mattersburg 26 24
10. SV Guntamatic Ried 26 23
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