10.09.2007, 00:00 Uhr

KÖNIG FUßBALL SEHNT SICH MITUNTER AUCH NACH MYSTIK. ES BEGANN...

König Fußball sehnt sich mitunter auch nach Mystik. Es begann...

König Fußball sehnt sich mitunter auch nach Mystik. Es begann mit dem "Geist von Cordoba", später gab es den "Geist von Schneckerl Prohaska" und die aktuelle Stunde gehört dem "Geist der Therme Laa". Weil sich die Wiener Austria im Wohlfühl-Resort mit einer Übernachtung und zwei Tagen Vollpension an die tschechische Landesgrenze zurückgezogen hat, um im Idyll der Thermal-Welten Kraft für die Wochen bis Weihnachten zu tanken.    Trainer Georg Zellhofer wollte die Mannschaft einfach weg vom gewohnten Umfeld haben und ihnen ein paar Erholungstage mit ausgedehnten Entspannungsmassagen gönnen, leichten Trainingseinheiten in der Halle einer dem Hotel benachbarten Schule und einem lockeren Radausflug. Vom Hotel- und dem Servicepersonal (im Bild oben die Mannschaft mit Hotelmanagerin Bettina Spies) wurde uns jeder Wunsch von den Lippen abgelesen, heute Abend geht es dennoch wieder zurück nach Wien. Leider, denn die Oase der Sinne im nördlichen Niederösterreich war diese Reise wert, der Zweck wurde voll erfüllt. Auch wenn die Mannschaft jetzt kurz die Seele baumeln lassen konnte, davor hat sie sehr hart gearbeitet, wie jeder Beobachter in der Vergangenheit auch unschwer erkennen konnte. Die besten Beweise für den sehr guten körperlichen Zustand sind wohl die zuletzt sehr häufigen Last-minute-Tore. Wie gegen Salzburg (Sulimani, 92.), Valerenga (Acimovic, 91.) oder Ried (Mair, 85. und Gercaliu 91.). Hauptverantwortlich dafür ist unser Traierteam, ganz im speziellen Konditionstrainer Dr. Gerhard Zallinger. Er kam letztes Jahr im Herbst von Panathinaikos Athen zurück zu uns, liegt mit Zellhofer auf einer Fitness-Linie, steuert das tägliche Arbeitspensum der Profis. Berechtigterweise sagt er stolz: "Der Eindruck täuscht nicht, wir sind tatsächlich sehr gut in Form, die Planung dafür war schon im Juni auf diese Phase ausgelegt." Schon zu Sommerbeginn wollte Zellhofer, dass sich die Match-Fitness der Spieler erheblich steigert, denn jede Partie soll mit hoher Intensität abgewickelt werden können. "Wir bekommen das Spiel selten aufgezwungen, sondern wir sind diejenigen, die als treibende Kraft für das Tempo sorgen müssen", erklärt Zallinger. Aber die gesteigerte Leistung ist nicht das einzige Erfolgsgeheimnis für ihn, er spricht auch von der sogenannten Erfolgskultur. "Mit Kondition alleine kannst du kein Spiel gewinnen, es ist lediglich eine gute Basis. Dazu muss jeder alles dem Teamerfolg unterordnen und auch abseits des Trainings in Eigenverantwortung agieren sowie Spannung auf- und abbauen." Und es gibt da noch etwas, dass ein Teil der momentanen Erfolgsstory ist, eine Art Geheimwaffe, die Zallinger um keinen Preis verraten möchte. Die Austria arbeitet seit einigen Monaten mit einem exklusiven Diagnosesystem, das ebenfalls ein kleiner Baustein für Platz 1 ist. Noch ist es ein kleiner Vorsprung, denn wir sind der einzige Bundesliga-Klub, der sich die Stärken zu Nutze machen darf. Hauptsache, die Geister werden auch damit geweckt.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 11 25
2. FC Red Bull Salzburg 11 24
3. SK Rapid Wien 11 19
4. FK Austria Wien 11 18
5. FC Flyeralarm Admira 11 17
6. LASK 11 13
7. CASHPOINT SCR Altach 11 13
8. RZ Pellets WAC 11 12
9. SV Mattersburg 11 7
10. SKN St. Pölten 11 2
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