01.09.2007, 00:00 Uhr

KANN SZABOLCS SAFAR DEN SPIEß NOCH UMDREHEN? ZURZEIT HAT DER...

Kann Szabolcs Safar den Spieß noch umdrehen? Zurzeit hat der...

Kann Szabolcs Safar den Spieß noch umdrehen? Zurzeit hat der Verletzungsteufel die besseren Karten in der Hand, aber der Keeper der Austria unternimmt alles, damit er am Sonntag gegen Rapid im ausverkauften Horr-Stadion spielen kann. Und er hat noch den einen oder anderen Trumpf in der Hand, der stechen könnte. Der vielleicht wichtigste ist, dass es bis zum Anpfiff noch einige Tage Zeit sind. "Es kommt nahezu auf jeden Halbtag an. Ich spüre zwar deutliche Fortschritte, habe bei gewissen Bewegungsabläufen aber noch etwas Angst", sagt der Schlussmann. Verletzt hat er sich beim UEFA-Cup-Rückspiel in Oslo (04.10.). Bei einem Abstoß hat es ihm plötzlich einen Stich in den Adduktoren gegeben, zur Pause musste er Saso Fornezzi Platz machen. Der Slowene vertrat Safar tadellos, rettete auch gegen Ried den Sieg, als Akagündüz beim Stand von 0:1 alleine auf ihn zulief. Safar respektvoll: "Das ist auch der Grund, warum ich nichts überstürzen möchte. Saso ist in sehr guter Form, es gibt also keinen Grund für mich, ein Riskio einzugehen." Die Bedenken des 33jährigen sind verständlich: Wenn er Rapid ausläßt und dafür nächste Woche in Tirol eingreifen kann, fehlte er der Mannschaft insgesamt drei Wochen. Spielt er jetzt und verletzt sich erneut, fehlt er mindestens sechs Wochen. "Wir werden bis Freitag eine Entscheidung fällen. Es ist ein sehr wichtiges Spiel für uns, aber ich werde nichts tun, was schaden könnte." In den vergangenen zwei Wochen hat er nur im koordinativen Bereich sowie an der Schnelligkeit, Sprungkraft und an der Ausdauer gearbeitet, seit gestern ist er wieder in das Mannschaftstraining integriert. Tormanntrainer Franz Gruber sagt: "Er macht auf mich einen guten Eindruck, aber wir werden noch vorsichtig mit ihm im Training umgehen." Etwas Sorgen bereitet noch Safars persönliches Empfinden. Er spürt noch immer eine Spannung in der Leistengegend, kann aber selber auch nicht sagen, ob die vom Muskel oder vom Training kommt. Er schiebt Extraschichten, war schon am Montag und Mittwoch Vormittag, wo eigentlich frei war, in unserem Partnerinstitut PanVital zur Massage und Strombehandlung. "Ich will unbedingt fit werden, bin aber auch sehr realistisch. Wenn ich noch etwas spüren sollte, werde ich nichts riskieren." Die Chancen auf seinen Einsatz sind also intakt, die Entscheidung ob der Daumen letztendlich nach oben oder unten zeigt, wird aber sicher keine einfache.