16.09.2007, 00:00 Uhr

JEDER WAR EIN SIEGER DIESER TAGE, ABER FÜR EINEN HATTE DAS...

Jeder war ein Sieger dieser Tage, aber für einen hatte das...

Jeder war ein Sieger dieser Tage, aber für einen hatte das Wochenende einen besonders süßen Beigeschmack - Wolfgang Mair. Der 27jährige absolvierte am Sonntag sein 200. Bundesliga-Spiel (24 Tore) und er hat vom Fußball noch lange nicht genug. Gegen Valerenga Oslo (Donnerstag, 19 Uhr, live in ORF und Premiere) will der Wirbelwind zum wiederholten Male seine Gefährlichkeit unter Beweis stellen und wie vor einem Jahr gegen Legia Warschau mit einem Treffer das Tor (Bild) in die Gruppenphase des UEFA-Cups aufstoßen.   Blickt der Tiroler in den Rückspiegel seiner Karriere, sieht er nicht nur rosa. Da wäre einmal der sportliche Niedergang vom FC Tirol, mit dem er von 1999 bis 2002 dreimal Meister wurde. Oder sein unrühmlicher Abgang aus Salzburg im Sommer 2006, wo er mit einigen anderen Hochkarätern im Mirabell-Park trainieren musste, weil er bei den Einheiten der Mannschaft nicht mehr erwünscht war.   Aber es gab auch die Highlights, vielmehr natürlich als Niederschläge, und an diese klammert man sich auch, wenn es einmal nicht so läuft. Sehr viel zu lachen hatte er in den vergangenen Monaten allerdings nicht. Probleme im Beckenbereich setzten ihn ein halbes Jahr außer Gefecht, erst Mitte August feierte er sein Comeback. Noch läuft der Motor nicht wieder auf Hochtouren, aber kämpft sich in jedem Training ein Stück näher heran.    Das sieht auch Coach Georg Zellhofer, der seinen Fleiß deshalb am Sonntag mit einem Einsatz vom Start weg honorierte. Im Verbund mit Joachim Standfest montierte der wiselflinke Mittelfeldspieler Salzburgs "Waffe" Patrik Jezek ab, ansonsten fehlte aber noch ein wenig auf famose Auftritte wie in der Vergangenheit. Dem Austriafan ist freilich noch immer sein Kontertor in Warschau im September 2006 in bester Erinnerung. Über das halbe Spielfeld sprintete er allein aufs Tor, behielt vorm Keeper die Nerven und hatte damit maßgeblichen Anteil am Aufstieg in die Gruppenphase. Die Partie endete 1:1, in Wien gewannen wir mit 1:0.   Wolfi Mair ist übrigens fast ein kleiner Europacup-Spezialst. Mit Tirol hat er auch gegen Topteams wie den VfB Stuttgart oder Fiorentina getroffen, Valerenga wäre seine persönliche Krönung der letzten vier Wochen. "Endlich kann ich wieder schmerzfrei Fußball spielen und ich werde täglich einen Tick besser. Es macht wieder sehr viel Spaß." Abgehakt ist das lästige Becken-Problem, nun fehlt nur noch ein kleiner Schritt zum sportlichen Traum "UEFA-Cup-Gruppenphase".