11.10.2007, 00:00 Uhr

IN ÖSTERREICH FEHLEN DERZEIT RUND 1.000 SCHIEDSRICHTER UND ASSISTENTEN, UM...

In Österreich fehlen derzeit rund 1.000 Schiedsrichter und Assistenten, um...

In Österreich fehlen derzeit rund 1.000 Schiedsrichter und Assistenten, um den Spielbetrieb von über 2.300 Vereinen abzudecken. Das soll sich schleunigst ändern. Eine Schiedsrichter-Imagekampagne, die in den kommenden Tagen in ganz Österreich vorgestellt wird, soll möglichst viele junge, sportliche Personen ansprechen und zu einer Teilnahme an Schiedsrichterlehrgängen motivieren. Das ÖFB-Projekt „Karriere mit Pfiff“ bedeutet den Anpfiff zu einer Schiedsrichterkarriere für junge, sportliche und dynamische Personen ab 15 Jahren. Der Monat Mai kann für interessierte Mädls und Burschen zum „Monat des Schiedsrichters“ werden, denn vom 3. bis 31. Mai 2008 finden Schiedsrichterlehrgänge im ganzen Bundesgebiet statt. Der ÖFB ist auf der Suche nach pfiffigen Persönlichkeiten, die neben einer sportlichen Lebenseinstellung vor allem soziale Kompetenz, Respekt und Menschlichkeit auf den Fußballplatz mitbringen. Derzeit sind 2.500 Schiedsrichter und Schiedsrichterassistenten in Österreich tätig. Das sind rund 1.000 zu wenig, um alle österreichischen Vereine abdecken zu können. Besonders der österreichische Fußballnachwuchs bekommt diesen Mangel zu spüren und leidet darunter. Da die Nachwuchsarbeit bei allen Vereinen auf der Agenda ganz oben steht, will der ÖFB mit Hilfe des Projekts „Karriere mit Pfiff“ diesem Problem die Rote Karte zeigen. „Ohne gut ausgebildete Schiedsrichter/innen ist kein ordnungsgemäßes Fußballspiel möglich“, erklärt ÖFB-Präsident Friedrich Stickler und betont die Wichtigkeit dieser Kampagne. Die Schiedsrichtertätigkeit, als attraktiver finanzieller Nebenerwerb am Wochenende, ist mehr als ein gewöhnlicher Nebenjob - es ist eine Leidenschaft. Oft muss der „Schwarze Mann“ als Sündenbock herhalten und man straft ihn mit Verachtung, wenn die Mannschaft nicht in der Lage war den Ball in das gegnerische Tor zu platzieren. Doch das ist keinesfalls die Regel. „Der Kern der Kampagne ist nicht nur die Verjüngung der Schiedsrichter, sondern die positive Positionierung der Unparteiischen“, erklärt der ÖFB Vorsitzende der Schiedsrichterkommission DDr. Gerhard Kapl. Solange der Schiedsrichter mit Weit- und Durchblick das Spiel leitet und es versteht, als kompetenter, respektvoller und fairer Sportler unter Sportlern zu agieren, wird sein Job zur schönsten Nebentätigkeit der Welt. „Der Weg zum Schiedsrichter war manchmal steinig und dornig, aber der Ehrgeiz und die Freude am Sport hat immer überwogen“, so der Wiener FIFA-Schiedsrichter Fritz Stuchlik. Nach dem Motto „sei pfiffig und pfeif dich an die Spitze“, ist als Schiedsrichter vom Nachwuchs- über Amateur- bis hin zum Profischiedsrichter auf der Karriereleiter alles möglich. „Schiedsrichter zu sein, ist einer der interessantesten Jobs, die man sich vorstellen kann“, erzählt der 43jährige Tiroler Konrad Plautz, der von der UEFA-Schiedsrichterkommission für die UEFA EURO 2008TM in Österreich und der Schweiz als einer von zwölf Schiedsrichtern nominiert wurde. Werde Schiedsrichter – Melde dich zum Monat des Schiedsrichters! Das Projekt „Karriere mit Pfiff“ richtet sich an alle pfiffigen Mädls und Burschen ab 15 Jahren, die vom 3. bis 31. Mai 2008 die Chance ergreifen und an Schiedsrichterlehrgängen in ganz Österreich teilnehmen wollen. Informationen rund um das Projekt „Karriere mit Pfiff“ und den startenden Schiedsrichterlehrgängen im Mai 2008 findest du unter www.schiri.at