15.08.2007, 00:00 Uhr

IN EINER TURBULENTEN PARTIE MIT EINIGEN VÖLLIG...

In einer turbulenten Partie mit einigen völlig...

In einer turbulenten Partie mit einigen völlig absurden Schiedsrichterentscheidungen ging die Wiener Austria durch Standfest hochverdient in Führung. Schlussendlich reichte es aber für die Elf von Trainer Georg Zellhofer nur zu einem 2:2-Remis, das Sanel Kuljic mit seinem siebten Saisontor fixierte. Die Austria begann gegen die Mattersburger gleich wie aus der Pistole geschossen. In Minute vier stand Metz plötzlich vor Mattersburg-Keeper Thomas Borenitsch scheiterte aber ebenso wie Sekunden später Wolfgang Mair und Sanel Kuljic. Und diese Trippelchance war erst der Anfang: die Veilchen ließen den Burgenländern in der gesamten ersten Hälfte kaum eine Verschnaufpause, wollten sichtbar die schwache Leistung in Innsbruck vergessen machen, was ihnen in Durchgang eins in eindrucksvoller Manier gelang. Ein Metz-Weitschuss landete noch in den Händen von Borenitsch, ebenso wie ein Kuljic-Schuss nach einem tollen Lochpass von Wolfgang Mair. In der 23. Minute war es aber dann zumindest scheinbar soweit: Wunderschöner Freistoß des starken Ronald Gercaliu von rechts, Sanel Kuljic nickte den Ball, wie später auch der TV-Beweis zeigte, völlig regulär ein – nur Schiedsrichter Konrad Plautz sah hier ein Foul. In der 34. Minute dann doch das 1:0: Gercaliu mit einem energischen Antritt auf der linken Seite, Mair verfehlt noch, aber aus dem Hintergrund und gut 25 Metern Entfernung zum Tor zog Joachim Standfest ab. Der Abwehrroutinier bezwang Borenitsch mit einem tollen Flachschuss zur längst überfälligen Führung - sein erster Treffer für die Violetten. Mit diesem 1:0 gingen die Veilchen auch in die Pause. Nach Wiederanpfiff erfing sich Mattersburg zunächst. Nach einem Kühbauer-Freistoß stieg Ilco Naumoski im Strafraum hoch und bezwang Szabolcs Safar, der etwas zu weit vor dem Tor stand, mit einem gezielten Kopfball (56.) zum 1:1. Der Torschütze war auch maßgeblich an der nächsten Situation beteiligt, als er einen Schmidt-Schuss per eindeutigem Handspiel zu Jancker weiterleitete, der den Ball nur mehr über die Linie drücken musste. Die Pfeife des phasenweise eklatant überforderten Schiedsrichters blieb aber still – 1:2 und der zwischenzeitliche Rückstand innerhalb von nur drei Minuten. Der Torreigen sollte aber noch weitergehen. Fast in der nächsten Aktion riss Alexander Pöllhuber Yüksel Sariyar im Mattersburger Strafraum nieder und diesmal zögerte Plautz nicht und zeigte auf den Elfmeterpunkt. Sanel Kuljic trat an und verwandelte souverän (62.). Nach diesen turbulenten sechs Minuten mit gleich drei Treffern wirkte die Austria zwar weiter bemüht, aber wirklich Zählbares konnten beide Teams bis zur 93. Minute nicht mehr hervorbringen. Da allerdings hätte Hannes Aigner beinahe den Matchball verwertet: Der eingewechselte Stürmer zog mit einem schnellen Antritt vors Tor, aber sein Gewaltschuss knapp außerhalb des Strafraums ging um Zentimeter am Kasten von Borenitsch vorbei. Unter dem Strich bleibt ein Unentschieden, das unter anderem aufgrund der zwei entscheidenden Fehlpfiffe von Schiedsrichter Konrad Platz wertvolle Punkte kostete. Mit zwei Punkten Vorsprung auf den LASK bleibt die Wiener Austria aber auch nach Runde 17 weiter Tabellenführer. Aufstellung FK Austria MAGNA Safar - Standfest (75., Ertl), Schiemer, Bak, Majstorovic – Mair (76., Sulimani), Metz, Blanchard, Sariyar (82., Aigner),  Gercaliu -  Kuljic. Gelb Metz, Kuljic bzw. Sedkloski, Atan Tore Standfest, Kuljic bzw. Naumoski, Jancker Die Interviews nach dem Spiel