04.04.2007, 00:00 Uhr

IN DIESEM JAHR KÖNNTE DIE BESTIMMENDE SPRACHE IM STURM DES FK AUSTRIA...

In diesem Jahr könnte die bestimmende Sprache im Sturm des FK Austria...

In diesem Jahr könnte die bestimmende Sprache im Sturm des FK Austria MAGNA ein Mix aus österreichisch und tschechisch sein. Denn mit Vaclav Sverkos und David Lafata bzw. Hannes Aigner, Roman Wallner, Thomas Pichlmann und Wolfi Mair kämpfen gleich sechs Angreifer um die zwei freien Plätze an der Front. Ebenso feurig waren zuletzt auch die Auftritte der Angreifer. Und allen merkt man an, dass sie im Frühjahr dabei sein wollen. Bis auf Sverkos, der noch immer verletzt ist und erst in der kommenden Woche in Wien ins Mannschaftstraining einsteigen wird, grätschen sie, schießen und laufen im Trainingslager in Marbella, was die Beine hergeben. Wir haben Hannes Aigner, der mit fünf Toren der beste Klubtorschütze ist, zu einem Blitz-Interview in Spanien gebeten. Hannes, wie fühlst du dich, wie ist die Stimmung in der Mannschaft? Sehr gut. Wir haben mit dem letzten Spiel gegen Saturn einen Schritt nach vorne gemacht und uns viel Selbstvertrauen geholt. Die Russen waren ein guter Gegner und wir haben gesehen, dass wir mithalten können. Persönlich fühle ich mich super. Leider sind euch in zwei Spielen aber keine Tore gelungen. Wurmt das nicht? Wir hatten gerade gegen Saturn zwei, drei schöne Aktionen, die wir aber nicht zu Ende gespielt haben. Entweder wurde der Ball zu lange gehalten, oder war die Flanke zu ungenau, oder das Zusammenspiel hat noch nicht so geklappt, speziell mit dene neuen Spielern. Das ist die Feinabstimmung, es sind Kleinigkeiten. Wenn die funktionieren, fallen bestimmt auch die Tore. Der Konkurrenzkampf ist bei den Stürmern jetzt enorm. Offenbar aber nur auf dem Feld, denn privat sieht man euch oft miteinander reden und Kaffee trinken. Das ist auch überhaupt kein Problem, in dem Geschäft ist Konkurrenz normal. Und dass wir im Winter noch zwei Stürmer dazubekommen haben, war nach den wenigen Toren im Herbst fast klar. Auf die Freundschaft hat das aber gar keine Auswirkungen, ganz im Gegenteil. Ich denke, dass es immer besser ist, wenn man sich untereinander gut versteht, dann ist man auch auf dem Feld mehr bereit, etwas für den anderen zu geben. Man muss ja nicht gleich Händchen halten. Für die Mannschaft kann der Konkurrenzkampf jedenfalls nur gut sein. Jeder wird versuchen den Trainer davon zu überzeugen, dass er der Beste ist, so wird auch aufgestellt. Was sagt dein persönliches Gefühl zurzeit, bist du dabei bei den ersten 11? Das werden wir sehen, ich probiere jedenfalls alles und wenn ich dran komme, werde ich mich zerreissen. Mit welchen Zielen bist du in dieser Vorbereitung gestartet? An erster Stelle steht die Mannschaft, in unserer Situation muss jeder zurückstecken und schauen, dass wir aus dem Tabellenkeller rauskommen. Im Laufe der Meisterschaft, wenn wir dann hoffentlich nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben, möchte ich mir einen Fixplatz erkämpfen und spielen, ansonsten wäre ich sowieso fehl am Platz. Hat der Trainer schon mit dir gesprochen, was er von dir heuer erwartet? Direkt noch nicht, man kann das aber einschätzen und muss es nehmen, wie es kommt. In Tirol hast du letzte Saison fünf Tore gemacht, die hast du bei der Austria jetzt schon erreicht. Hast du dir ein Ziel gesetzt, wieviele du heuer noch schießen möchtest? Auf so etwas schaue ich nicht. Wenn ich am Ende zweistellig wäre, wäre es super, aber jetzt stelle ich mein Ego einmal hinten an und werde alles daran setzen, dass wir gemeinsam die ersten Spiele gewinnen.