25.05.2007, 00:00 Uhr

IM JUBEL WIRD MAN RESISTENT GEGEN DIE MÜDIGKEIT, DAS VERSPÜREN...

Im Jubel wird man resistent gegen die Müdigkeit, das verspüren...

Im Jubel wird man resistent gegen die Müdigkeit, das verspüren unsere U20-Spieler gerade am eigenen Leib. Die Strapazen der Weltmeisterschaft kommen jetzt erst so richtig raus, der Trubel um ihre Person nimmt kein Ende. Bartolomej Kuru, einer der fünf Austrianer, der in Kanada mit dabei war, schildert mit kleinen, müden Augen: "Diese Euphorie habe ich noch nie erlebt. Als wir heute in Wien auf dem Flughafen gelandet sind, haben uns soviele Leute empfangen, es war wunderschön." Auch ohne die Goldmedaille um den Hals werden sie abgefeiert. Aber dafür müssen sie auch ihren Preis bezahlen. Sofort nach dem offiziellen Empfang und einer Pressekonferenz in Schwechat fuhr das Quintett ins Horr-Stadion. Athletiktrainer Gerhard Zallinger (im Bild links mit Grünwald und Okotie) checkte jeden einzeln durch, seine Schlußfolgerungen nach den Tests: "Sie haben die Reise- und Spielstrapazen unterschiedlich verkraftet. Dass es keiner locker wegsteckt, ist nicht überraschend." Oberstes Ziel ist nun, dass sie sich so schnell wie möglich wieder an unsere Zeitzone umgewöhnen. "Wir haben ausgemacht, dass ich jeden um 08:30 Uhr morgen anrufen werde, damit sie nicht verschlafen. Sie müssen so rasch wie möglich wieder in unseren Rhythmus kommen", erklärt Zallinger. Heute gibt es kein Programm mehr für sie, morgen ist nur ein leichter Ausdauerlauf angesagt, den jeder individuell privat absolviert. Und zwar dann, wenn die Müdigkeit am größten ist - so paradox das klingt. Michi Madl, der sofort nach dem Check heim zu seiner Familie nach Knittelfeld abdüste, bestätigte Zallingers Analyse: "Ich bin hundemüde, möchte nur noch schlafen." Im Flugzeug konnte er es nicht, weil er "einen schlechten Platz erwischt hat." Und er unterstreicht auch die Meinung vieler Experten, dass der Unterschiede zwischen dem Fußball bei der U20-WM und unserer Bundesliga gewaltig ist. Er kann den Vergleich sehr gut ziehen, denn er hat bei der Austria auch schon in der Bundesliga und im UEFA-Cup gespielt. "Das Tempo war in Kanada auch sehr hoch, aber körperlich kann man die Gegenspieler nicht vergleichen. Bei der WM hatten wir alle mehr oder weniger dieselben Voraussetzungen, in der Bundesliga ist es doch etwas ganz anderes, ein routinierter Profi geht mit seinem Körper anders zur Sache, ist ausgefuchster." Am Donnerstag kommen Madl und Rubin Okotie wieder zum Training der Kampfmannschaft, dann wird man sehen, wie sie alles verkraftet haben und spätestens dann fällt auch die Entscheidung, ob sie mit nach Ried fahren oder noch Schonung bekommen.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 20 42
2. FC Red Bull Salzburg 20 40
3. SK Puntigamer Sturm Graz 20 39
4. FK Austria Wien 20 37
5. SK Rapid Wien 20 27
6. FC Admira Wacker Mödling 20 23
7. RZ Pellets WAC 20 22
8. SV Guntamatic Ried 20 20
9. SKN St. Pölten 20 18
10. SV Mattersburg 20 14
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