19.02.2007, 00:00 Uhr

IM FUßBALLGESCHÄFT LÄUFT MAN SICH IMMER WIEDER ÜBER...

Im Fußballgeschäft läuft man sich immer wieder über...

Im Fußballgeschäft läuft man sich immer wieder über den Weg. So freut sich schon Ronald Gercaliu auf das Cup-Halbfinale am Mittwoch bei den Red Bull Amateuren (18 Uhr, live auf Premiere Austria). Mit großen Erwartungen ist er vor einem Jahr in die Mozartstadt gewechselt, unterschrieb dort einen ansehnlichen Vertrag, wurde in Wahrheit aber nie richtig glücklich dort. Das Comeback auf dem Salzburger "Plastikgras" läßt ihn kalt, wie der Terminator hat auch er nur den Endzweck im Visier - Finale!   Normalerweise laufen Spiele im Salzburger EM-Stadion immer auch ein bisschen unter dem Slogan "Ausnahmezustand" ab. Die Show darf bei den Auftritten der Mannschaft nie fehlen, schrille DJ-Music und ein buntes Scheinwerfer-Meer gehören zum Standardrepertoire. Ebenso ein mit 18.000 Zuschauern ausverkauftes Haus. Diesmal wird es jedoch ein wenig anders sein, man schätzt, dass bei unserem Spiel gegen die Amateure maximal 4.000 Besucher kommen werden. Ein Vorteil für uns oder - 1:0. Ein Ergebnis, mit dem auch Ronny Gercaliu gut leben könnte.   "Mir ist der ganze Rummel dort egal, ich will nur aufsteigen", sagt der 21jährige, der auch in der Salzburger Amateurmannschaft schon einmal über 35 Minuten zum Einsatz gekommen ist. Somit ist es auch keine Besonderheit, wenn er einige Spieler der Jungbullen ganz gut kennt. Wie Kitzbichler, Hütter, Öbster, Keil oder Özcan. "Als Trapattoni gekommen ist, habe ich auch zweimal mit ihnen mittrainiert. Sie haben eine gute Mannschaft, wenngleich es nicht mehr ganz dasselbe Team wie zu meiner Zeit."   An der Salzach war sein Kurzgastspiel bereits nach wenigen Monaten vorbei, Gercaliu ist im Sommer wieder zu Sturm. Mit den Grazern ist er im Herbst schon einmal dorthin zurückgekehrt, an das sollte er sich aber besser nicht erinnern: Am 17. September kassierte er beim Stand von 0:0 die gelb-rote Karte, Sturm verlor anschließend noch mit 0:2...   Mit dem Erfolgslauf im Frühjahr sind negative Gedanken bei der Austria ohnehin wie weggeblasen, dennoch ist Vorsicht geboten. Der Cup und seine berühmten eigenen Gesetze. Das Publikum wartet auf die großen Sensationen und kleinen Überraschungen. Keine Lust darauf hat Gercaliu, der die Blamagen lieber anderen überläßt und cool bis in die gegelten Haarspitzen sagt: "Wir müssen wie in ein normales Bundesliga-Spiel reingehen, von der ersten Sekunde an die Spannung aufrechterhalten und versuchen den Sack so schnell wie möglich zuzumachen. Aber Selbstläufer wird das trotzdem keiner."   Trainer Georg Zellhofer überläßt für das große Ziel auch nichts dem Zufall. Die Mannschaft wird bereits heute mit dem Bus anreisen, in Wals trainieren und sich am Abend das andere Halbfinale zwischen Salzburg und Mattersburg ansehen. Sozusagen als Einstimmung auf den eigenen Auftritt am Kunstgrün.