17.09.2007, 00:00 Uhr

HINTER UNS LIEGEN ZEHN TAGE, DIE NICHT PERFEKTER HÄTTEN VERLAUFEN...

Hinter uns liegen zehn Tage, die nicht perfekter hätten verlaufen...

Hinter uns liegen zehn Tage, die nicht perfekter hätten verlaufen können. Sieg gegen Valerenga und damit den Grundstein für die UEFA-Gruppenphase gelegt, Sieg gegen Sturm Graz, Remis beim LASK, Sieg in Salzburg - eine breitere Brust kann man sich kaum erarbeiten. Trainer Georg Zellhofer will sich dennoch nicht feiern lassen. Statt in die Lobeshymnen einzustimmen, denkt er schon wieder an die Zukunft. Herr Zellhofer, ist mit dem Vier-Punkte-Polster in der Tabelle jetzt alles eitel Wonne? Natürlich bin ich sehr zufrieden und ich gebe zu, dass ich mich in solchen Situationen auch als Trainer bei der Kritik etwas zurücknehmen muss. Ich sehe freilich immer etwas, was man besser oder anders hätte machen können, aber man muss auch realistisch bleiben und sagen, dass wir beim Meister gespielt haben, und das auf Kunstrasen und Salzburg bislang alle sechs Heimspiele gewonnen hat. Also gut, man muss sich auch seine Objektivität behalten und dokumentieren, dass der Sieg super war und wir phasenweise taktisch sehr gut aufgetreten sind. Also doch auch etwas Kritik. Ich würde noch gerne vieles verbessern Wir brauchen mehr Konstanz, dürfen uns nicht darauf verlassen, dass der Safar immer einen Elfmeter hält oder in Überform spielt. Der Wille und der Charakter der Mannschaft sind allerdings spitze, dennoch darf keine Selbstsicherheit und -zufriedenheit aufkommen, so gut sind wir auch wieder nicht. Müssen Sie auf die Euphoriebremse treten? Nein, die Mannschaft soll das genießen, aber auch Vorsicht dabei walten lassen. Die letzten Ergebnisse bestätigen, dass wir mit Druck sehr gut umgehen können. Und im Hinblick auf Valerenga habe ich auch keine Sorge, denn die Spieler sind sehr klug und wissen, dass sie für die Erfolge bisher viel investieren mussten. Jetzt können sie sich mit dem Erreichen der Gruppenphase nochmals beschenken und sie wären selber wohl am meisten enttäuscht, wenn sie so eine Möglichkeit noch auslassen würden. War die Partie gegen Red Bull Salzburg eine gute Vorbereitung auf Valerenga? Es war eine harte Prüfung, aber der Kunstrasen ist wie ein Teppich, das ist ein anderer Fußball. Taktisch haben sie bis auf die ersten zwanzig Minuten perfekt agiert, haben bald die Flankenspieler in den Griff bekommen und dann sehr wenige Leerläufe produziert. Sie können stolz sein.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 19
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. FK Austria Wien 9 15
4. SK Rapid Wien 9 13
5. LASK 9 13
6. FC Flyeralarm Admira 9 13
7. CASHPOINT SCR Altach 9 12
8. RZ Pellets WAC 9 11
9. SV Mattersburg 9 6
10. SKN St. Pölten 9 2
» zur Gesamttabelle