09.06.2007, 00:00 Uhr

HIMMELHOCH JAUCHZEND, ZU TODE BETRÜBT - NICHTS TRIFFT ES BESSER ALS...

Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt - nichts trifft es besser als...

Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt - nichts trifft es besser als diese Gefühlsdualität, wenn man an die vergangenen zwei Saisonen der Austria denkt. Erst Meister, dann als Tabellenletzter überwintert und mit dem Gewinn des Cuptitels noch bravourös das Spieljahr gedreht. Am Mittwoch starten wir bei Sturm Graz in die Saison 2007/08, aber so schaurige Untergangszenarien werden heuer nicht einmal mehr angedacht, alle reden von der runderneuerten Mannschaft nur in höchsten Tönen. Auch General Manager Thomas Parits macht es ansatzweise bereits Spaß, was er in der Vorbereitung bislang von den Veilchen gesehen hat, aber er weiß: "Jetzt beginnt der Ernst des Lebens. Ich hoffe, dass sich jeder bewußt ist, was Sache ist." Den Grundstein für eine gute Saison haben er und seine Helferlein jedenfalls gelegt, bereits bei Vorbereitungsbeginn war der Kader komplett. Auch Kapitän Jocelyn Blanchard frohlockt: „Das hat mich wirklich erstaunt, mehr aber noch erfreut. Da haben Herr Parits und der Trainer ganze Arbeit geleistet. Davon war ich aber überzeugt, daher habe ich für ein weiteres Jahr unterschrieben.“ Aber nicht nur dem Franzosen macht das Hoffnung und Mut für die nächsten Wochen und Monate, in denen sportlich wie menschlich viele Prüfungen warten. Auch Georg Zellhofer erwartet eine gute Saison der Violetten, die zu Saisonbeginn noch auf die verletzten Jacek Bak und David Lafata verzichten müssen: "Unsere Abgänge haben wir auf jeden Fall sehr gut kompensiert. Wenn wir nicht wieder soviel Verletzungspech wie im Vorjahr haben, liegt es nur an uns selber, die Leistung auch auf dem Platz zu bringen." Auch wenn noch nicht einmal der erste Anstoß gemacht wurde, erste Fragen nach Meister-Ambitionen werden von den Medien schon wieder gestellt. Als Zellhofer am Montag bei der Saison-Eröffnungs-Pressekonferenz dann mit den Worten ansetzte "Ehrlich gesagt...", spitzten die Zuhörer schon die Ohren. Er wird doch nicht? Der Trainer machte dann aber doch ganz unverfänglich weiter: "Salzburg ist der haushohe Favorit, aber es wird keinen Durchmarsch mehr geben. Wir müssen einen guten Start hinlegen, dann sehen wir weiter." Wir sind schon sehr gespannt.