23.03.2007, 00:00 Uhr

GEORG ZELLHOFER IST BEKANNT DAFÜR, DASS ER SICH IMMER SCHÜTZEND...

Georg Zellhofer ist bekannt dafür, dass er sich immer schützend...

Georg Zellhofer ist bekannt dafür, dass er sich immer schützend vor seine Mannschaft stellt. Heute jedoch, am Tag nach dem 2:2 gegen Wacker Tirol, wurde bei seinen Ausführungen auch ein etwas rauherer Ton in Richtung der Spieler angeschlagen. "Ein paar müssen sich selber bei der Nase nehmen und ihre Leistung hinterfragen." Der vergebene Sieg hat Spuren hinterlassen. Zellhofer ist nach dem Schlußpfiff nicht mit dem Mannschaftsbus nach Wien gefahren, sondern mit seinem Peugeot unseres Autopartners. Er hat am Samstag noch unseren nächsten Gegner Rapid beobachtet und ist deswegen mit dem Privat-PKW in Innsbruck gewesen. Bereits bei der Heimfahrt hatte er viel Zeit zum Nachdenken und um die Analyse der Partie vorzunehmen. Er ging dabei mit einigen hart ins Gericht. Besonders störte ihn, dass die einfachsten Fußballregeln mit Füßen getreten wurden. "Wir haben bei den Gegentreffern geschlafen", schäumt der Trainer, der klassische Eigenfehler bei der Zuteilung als Ursache ausmachte. Ein weiterer Grund war die Tatsache, dass wir nach 60 Minuten zu spielen aufgehört haben. "Das verstehe ich nicht. Wir präsentieren uns eine Hälfte lang hervorragend, da passte alles, und dann haben wir scheinbar nachzudenken begonnen, dass wir das Spiel gewinnen könnten und haben uns gegenseitig mit Fehlern angesteckt." Mit einem Sieg hätten wir die rote Laterne abgegeben, so geht das Zittern und Bangen weiter. Auch das ist eine Tatsache, die Zellhofer ins Grübeln bringt. "Ich hätte mir nach dem 2:0 einen Ruck erwartet, stattdessen sind alle immer mehr in Lethargie verfallen. Aber so ist das eben in diesem Geschäft, wenn ein Spiel auf Messers Schneide steht, sieht man, wer Mann und wer Maus ist." Dass die Jungs es bessern können, müssen sie nun am Sonntag gegen Rapid beweisen. Je mehr Punkte verloren gehen, desto mehr stehen wir mit dem Rücken zur Wand. Ein Gefühl, das sich gerne alle ersparen möchten. Deshalb fordert der Coach: "Die ganze Mannschaft muss mehr Verantwortung übernehmen. Wir können nicht nur immer von Pech reden und immer wieder jene Spiele aufzählen, in denen wir späte Treffer kassiert haben." Und davon gab es ja tatsächlich einige: Ried (h), GAK (h), Sturm (h), Pasching (a). Zellhofer weiter: "Wir müssen in den Schlussphasen mehr an unsere Grenzen gehen und auch mal den inneren Schweinehund überwinden. Für die Partie gegen Rapid müssen wir das Positive mitnehmen. Wir wissen, was machbar wäre. Und es gibt sowieso keine Frage, dass wir zuhause die Punkte machen müssen. Ich kann die vielen Remis in der Tabelle ohnehin nicht mehr sehen." Jetzt müssen wir uns erst einmal mit der Perspektive begnügen und die macht Mut. Bereits 7.000 Karten sind für das Heimspiel abgesetzt, im Horr-Stadion haben wir von 19 Derbys erst zwei verloren, aber neun gewonnen. Dazu stehen die Chancen gut, dass Fernando Troyansky bis Sonntag fit wird. Er wäre wahrscheinlich der Ersatzmann für den gesperrten Joachim Standfest (fünfte Gelbe).

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 20 42
2. FC Red Bull Salzburg 20 40
3. SK Puntigamer Sturm Graz 20 39
4. FK Austria Wien 20 37
5. SK Rapid Wien 20 27
6. FC Admira Wacker Mödling 20 23
7. RZ Pellets WAC 20 22
8. SV Guntamatic Ried 20 20
9. SKN St. Pölten 20 18
10. SV Mattersburg 20 14
» zur Gesamttabelle