25.06.2007, 00:00 Uhr

FÜR VIELE IST ER DER KLASSISCHE AUSTRIANER DER HERZEN, EVERBODYS...

Für viele ist er der klassische Austrianer der Herzen, everbodys...

Für viele ist er der klassische Austrianer der Herzen, everbodys Darling, dessen Stern so richtig in unserer legendären UEFA-Cup-Saison 2004/05 aufgegangen ist. Aber Florian Metz hat die Sympathien der Fans nicht wie einige Ex-Veilchen mit heuchlerischer Vereinswappen-Busslerei erobert. Das ist nämlich Mode geworden im Fußball. Der Kuss auf das Klublogo, das auf dem Trikot passenderweise immer überm Herzen angebracht ist, kommt zur Anwendung, wenn ein Spieler ein Tor geschossen hat, der zuvor irgendwie in der Kritik stand. Im Triumph zeigt der Profi dann, dass er zuallerallererst natürlich an seinen Verein denkt. Bei Metz war das "Busseln" nie angesagt. Aber nicht, weil er nicht zu seinem Arbeitgeber stehen würde, ganz im Gegenteil, er ist der Parade-Austrianer und sozusagen der Prototyp der FSA. Der 21jährige war der erste Absolvent der Stronach-Akademie, der auch in der Kampfmannschaft Fuß fassen konnte. Für einen Fixplatz hat es bislang noch nie gereicht, aber seine Entwicklung ging stets rasant dahin. Heuer wollte "Metzi" flügge werden und die Austria verlassen. "Noch vor der Sommerpause war für mich klar, dass ich gehen werde." Angebote hatte er von Tirol, dem LASK und Ried. "Ich wollte nach Ried, aus diversen Gründen, auf die ich jetzt gar nicht mehr eingehen möchte, hat es aber doch nicht geklappt. Nur soviel: Die Austria hat sich sehr fair verhalten, an ihr ist es nicht gelegen." Weg wollte er natürlich aus einem ganz einfachen Grund - er wollte spielen. "Mir ist klar, dass es bei der Austria immer schwer sein wird, ein Fixleiberl zu bekommen. Noch dazu habe ich auf meiner Lieblingsposition im zentralen Mittelfeld mit Jocelyn Blanchard mächtige Konkurrenz. Somit wollte ich mein Glück woanders versuchen." Dagegen hatten aber Trainer Georg Zellhofer und General Manager Thomas Parits etwas einzuwenden. Parits holte kurz vorm Trainingslager Metz zu sich und sagte ihm, dass er bleiben soll, weil die Chancen auf Einsätze derzeit ganz gut stehen würden. Wie wahr, denn Radomski, Mair und Vachousek werden im Mittelfeld noch länger fehlen,   Für den schnörkellosen Allrounder geht damit der größte Wunsch in Erfüllung. "Ich habe mir das durch den Kopf gehen lassen und bin jetzt sehr froh, dass ich bleiben kann." Uns freut's genauso, immerhin ist der Zwettler bereits seit 1998 bei der Austria, im EM-Jahr feiert er also auch sein zehnjähriges Jubiläum. Viele Spieleinsätze wären wohl das größte Geschenk für ihn...