16.06.2007, 00:00 Uhr

ES GIBT WOHL NICHTS SCHLIMMERES, ALS MAN WILL, KANN ABER UNTER KEINEN...

Es gibt wohl nichts Schlimmeres, als man will, kann aber unter keinen...

Es gibt wohl nichts Schlimmeres, als man will, kann aber unter keinen Umständen. Stepan Vachousek weiß, wovon wir reden, das Schicksal hat ihm wieder einen Prügel vor die Füße geworfen. Aber er will noch einmal über diese Hürde drüberspringen, wenngleich er zurzeit alle Sünden abbüßt, die ein Profisportler haben kann. In etwas mehr als einer Woche muss er nochmals operiert werden, ansonsten wäre seine Karriere arg gefährdet. Seit nunmehr zwei Jahren schleppt der Tscheche schon seine Knieprobleme mit sich herum. Im April 2005 erlitt er einen Kreuzbandriß im rechten Knie, feierte Anfang 2006 sein Comeback, spielte das ganze Jahr durch, musste aufgrund von Beschwerden heuer im Februar aber wieder unters Messer. Dabei wurde ihm eine neun Zentimeter große Zyste entfernt, die die Gefäße im Knie beeinträchtigte, eine permanente Schwellung war die Folge. Aber auch jetzt, ein halbes Jahr später und nach unzähligen Stunden Aufbautraining mit einem Spezialtrainer, ist er noch immer nicht fit. "Sobald ich mehr mache als leichte Laufeinheiten, kommen die Schmerzen." Der Junge kann einem leid tun. Vor kurzem dann die mit dem Trainer und General Manager abgestimmte weitere Vorgehensweise: Der 27jährige konsultierte den Arzt vom tschechischen Nationalteam sowie Bayern-Doc Dr. Müller-Wohlfahrt in Deutschland. Beide haben ihm geraten, sich nochmals einer Operation zu unterziehen. "Jetzt steht für mich sehr viel auf dem Spiel. Wenn es daneben geht, könnte alles vorbei sein", sagt unsere Nummer 10 mit wehmütigem Unterton. Definitiv daran denken möchte er freilich nicht. "Als ich in Deutschland war und man mir dort gesagt hat, dass ich nochmals operieren und ein halbes Jahr pausieren muss, war ich sehr deprimiert. Zum Glück hatte ich meine Familie, die mich aufgefangen hat. Jetzt sehe ich das schon wieder etwas anders, denn ich muss das machen, weil Fußball für mich alles ist." Vachousek ist nun schon die vierte Saison bei der Austria, muss sich zum dritten Mal in zwei Jahren auf den OP-Tisch legen, danach will er nochmals durchstarten. "Ich will dem Klub und den Fans die Geduld, die man mit mir bisher aufgebracht hat, zurückgeben. Ich fühle mich hier sehr wohl und möchte noch lange bei der Austria spielen." Wir drücken ihm ganz fest die Daumen!