11.03.2007, 00:00 Uhr

ES GAB ZEITEN, DA HÄTTE SICH DIE WIENER AUSTRIA DIE REISE NACH GRAZ...

Es gab Zeiten, da hätte sich die Wiener Austria die Reise nach Graz...

Es gab Zeiten, da hätte sich die Wiener Austria die Reise nach Graz fast sparen können. Damals, Mitte und Ende der 90er Jahre, war das Schwarzenegger-Stadion meistens eine schier uneinnehmbare Festung, ab und an hörte man sogar den Spruch, dass man die Punkte gleich per Post schicken könne. Doch das ist längst Geschichte. Mittlerweile haben Sturm und die UPC-Arena an Schrecken verloren, in den letzten zehn Partien gab es für Violett nur zwei Niederlagen. In dieser Saison hatten wir im Herbst jeweils kurz vor Schluß zweimal gewaltiges Pech. 0:1 in Graz nach einem Foulelfmeter von Rabihou (88.) und 1:1 in Wien, wobei Filipovic erst in der 86. Minute zum (völlig unverdienten) Ausgleich einnetzte. Ein Ergebnis, mit dem Coach Georg Zellhofer jetzt grundsätzlich ganz gut leben könnte. "Klar wollen wir einmal weg vom letzten Platz, schon alleine wegen der Optik und wegen unserer Fans, die sich dafür häkeln lassen müssen. Deswegen müssten wir gewinnen. Aber ich sehe es im Moment dennoch ein wenig anders. Wenn wir auswärts immer einen Punkt mitnehmen und daheim gewinnen, werden wir sicher nicht absteigen." Zellhofers Marschroute klingt einfach, aber ist sie auch umsetzbar? Bestimmt, wenn wir so auftreten wie gegen Rapid und vom Anpfiff weg das Heft in die Hand nehmen. "Das wollen wir auch gegen Sturm versuchen." Aber die Mannschaft dürfe auf keinen Fall den Fehler machen und aufgrund des Derby-Erfolgs überheblich werden. Zellhofer kritisch: "Wir müssen noch die richtige Balance finden, aber wenn wir wieder geschlossen auftreten, dann könnten wir ungeschlagen bleiben. Lassen aber vier oder fünf aus, wird's schwer." Hinsichtlich Taktik bemüht sich der Trainer, die Parole "In der Ruhe liegt die Kraft" auszugeben: "Sturm ist Vorletzter und spielt daheim, kann also nicht auf Abwarten agieren. Sie müssen gewinnen. Wir werden nicht die Nerven verlieren, zwar von Anfang an Gas geben, aber auch auf unsere Möglichkeiten lauern." Umstellungen nach dem 2:1 gegen Rapid wird es aller Voraussicht nach geben. Standfest hat seine Sperre abgesessen, Acimovic ist endlich topfit, Troyansky ebenso. Und was passiert im Falle einer Niederlage? Diesen Gedanken gibt es derzeit nicht bei der Austria, deshalb wird er auch komplett ignoriert! Die Moral und das Selbstvertrauen passen wieder.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 20 42
2. FC Red Bull Salzburg 20 40
3. SK Puntigamer Sturm Graz 20 39
4. FK Austria Wien 20 37
5. SK Rapid Wien 20 27
6. FC Admira Wacker Mödling 20 23
7. RZ Pellets WAC 20 22
8. SV Guntamatic Ried 20 20
9. SKN St. Pölten 20 18
10. SV Mattersburg 20 14
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