10.03.2007, 00:00 Uhr

DREI SPIELE IM FRÜHJAHR, SIEBEN PUNKTE, BEIM UNMITTELBAREN...

Drei Spiele im Frühjahr, sieben Punkte, beim unmittelbaren...

Drei Spiele im Frühjahr, sieben Punkte, beim unmittelbaren Abstiegskonkurrenten Sturm Graz mit 1:0 gewonnen - das Austrianer-Leben ist so schön! So verrückt ist Fußball und so wiederkehrend ist der Spruch "Die Tore, die man nicht schießt, bekommt man". Im Herbst haben wir diese Binsenweisheit sehr oft am eigenen Leib verspürt, jetzt hat sich das Blatt gewendet. Denn es hat gebrannt. Lichterloh. Aber die Defensive des FK Austria MAGNA hat dem Trommewirbel der Grazer glänzend Stand gehalten. Sturm sorgte mit gutem Stellungsspiel dafür, dass wir erstmals im Frühjahr nicht schon nach 45 Minuten einen Treffer erzielten. Die Spitzen Lafata und Sverkos waren gut abgedeckt, Blanchard und Kiesenebner konnten im Mittefeld lange nicht die Fäden ziehen, mussten dort den Blackies das Feld überlassen. Die logische Folge: Sturm kam zu einigen guten Möglichkeiten, konnte aber keine nützen. Das Fazit vor dem Pausentee: Austria spulte die bislang schlechteste Halbzeit im Frühjahr herunter, hätte wie in Tirol und gegen Rapid aber auch diesmal ein schnelles Führungstor machen können - diesmal ließ Wolfi Mair die Chance mit einem abgefälschten Schuß allerdings aus (7.). Keine Glanzleistung, aber die Marschroute von Trainer Georg Zellhofer stimmte, der die Mannschaft im Vergleich zum Wiener Derby nur an einer Position veränderte: Standfest kam für den ehemaligen Sturm-Spieler Johnny Ertl, der erst 20 Minuten vor dem Ende ran durfte. Unmittelbar vor dieser Aktion verstummte ein Großteil der mehr als 11.000 Fans, weil da der "Joker" die Vorlage zum Siegtreffer gegeben hat: Milenko Acimovic schlug eine Flanke tief in den Strafraum der Grazer, Lamotte klärte per Kopf, der heranstürmende Blanchard knallte aus 25 Metern mit vollem Risiko drauf und traf genau ins Eck (67./Bild)). Die Erlösung für die Austria, die damit inklusive Winterpause erstmals seit 13 Wochen nicht mehr Tabellenletzter ist. Und hoffentlich auch nie mehr sein wird! Auch in der Schlußphase gab es diesmal kein Herumgezitter, die Nerven haben gehalten. Der insgesamt erst zweite Auswärtssieg in dieser Saison (der erste war auch in Graz, allerdings gegen den GAK) wird viel Auftrieb für die Zukunft geben, bereits am Dienstag geht es mit dem Cup-Viertelfinale in Ried weiter. In dieser Form und mit einer kampfkräftigen Austria ist auch dort alles möglich. SK Sturm: Gratzei; Lamotte, Prödl, Verlaat, Prettenthaler; Krammer (74., Rauter), Ledwon (74., Filipovic), Säumel (85., Rottensteiner), Leitgeb; Haas, Rabihou. FK Austria MAGNA: Safar; Standfest, Tokic, Schiemer, Gercaliu; Mair (72.), Blanchard, Kiesenebner, Lasnik; Lafata (58., Acimovic), Sverkos (88., Radomski). Gelb: Rabihou; Gercaliu, Lasnik, Tokic. Tor: Blanchard (67.) SR Prammer; 11.659.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 26 56
2. CASHPOINT SCR Altach 26 49
3. FK Austria Wien 26 47
4. SK Puntigamer Sturm Graz 26 45
5. FC Flyeralarm Admira 26 33
6. RZ Pellets WAC 26 32
7. SK Rapid Wien 26 30
8. SKN St. Pölten 26 27
9. SV Mattersburg 26 24
10. SV Guntamatic Ried 26 23
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