02.09.2007, 00:00 Uhr

DREI SCHWERE OPERATIONEN IN NUR ZWEI JAHREN – VIELE FUßBALLER...

Drei schwere Operationen in nur zwei Jahren – viele Fußballer...

Drei schwere Operationen in nur zwei Jahren – viele Fußballer hätten nach solch einer Verletzungsserie bereits das Handtuch geworfen und die Schuhe an den Nagel gehängt. Nicht so Austrias Nummer 10 Stepan Vachousek. Der Tscheche, der im Juli  im rechten Knie am Kreuzband operiert wurde, arbeitet fieberhaft an seinem Comeback. „Es geht bergauf bei mir, auch wenn der Weg noch lange ist“, so der tapfere Supertechniker in den Reihen der Violetten. Für die  bestmögliche Rehabilitation nimmt Vachousek sogar weite Wege in Kauf. Im Drei-Wochen-Rhythmus schwitzt er derzeit abwechselnd zwei Wochen in Wien und eine Woche im deutschen Augsburg. Am Reha-Programm standen bisher unter anderem zahlreiche Stabilisationsübungen, Aqua-Jogging und unterstützende Massagen. In den nächsten Wochen darf „Vachi“, der mittlerweile schmerzfrei gehen kann, erstmals wieder in die Kraftkammer gehen und auf den Ergometer steigen. „Für mich ist das der nächste kleine Schritt“, freut er sich über die Abwechslung auf dem Weg zurück. Bei allem Tatendrang und Optimismus, bremst Austrias Konditonstrainer Gerhard Zallinger vor zu hohen Erwartungen: „Bei wirklich idealem Heilungsverlauf wäre Vachousek im Frühjahr wieder ein Thema. In der Reha ist ein erster wichtiger Schritt genommen, aber wir haben bei Stepan noch einiges vor uns. Nach so vielen schweren Verletzungen ist es sehr schwierig, eine wirkliche haltbare Prognose abzugeben.“ Auch deshalb bleibt Offensivzauberer Vachousek trotz erster Fortschritte am Boden der Realität: „Es wäre ein Traum und ein Riesenerfolg für mich, wenn ich noch einen Teil oder sogar vielleicht die ganze Wintervorbereitung mit der Mannschaft mitmachen könnte.“ Was Vachousek trotz der ganzen Verletzungsmisere aufrecht hält, ist seine Familie: „Meine Frau und meine drei Burschen Matyas, Tadeas und Ondrej machen mir immer wieder Mut. Das einzige Positive an dieser Pechserie ist, dass ich mehr Zeit für meine Familie habe, auch wenn sie mich alle viel lieber schon wieder am Platz sehen würden.“ Fix ist, dass die Familie Vachousek nach vier Jahren in der Bundeshauptstadt schon Wurzeln geschlagen hat und gerne über diese Saison hinaus in Wien bleiben würde. „Wenn irgendwie möglich, will ich unbedingt bei Austria bleiben. Wien ist meine zweite Heimat geworden und ich hänge mittlerweile schon sehr am Verein.  Ich hoffe wirklich, es klappt.“ Vorher allerdings hat Vachousek noch ein ganz großes Ziel, dass es für ihn zu verwirklichen gilt:  „Das Allerschönste wäre für mich, wenn wir auch im Frühjahr voll um die Meisterschaft spielen und ich vielleicht noch wirklich mithelfen könnte, dass wir dem für mich noch immer haushohen Favoriten Salzburg und allen andere ein Schnäppchen schlagen und den Titel holen.“ Ein Wunsch, mit dem der sympathische Tscheche auch allen Austria-Fans aus der Seele sprechen dürfte. Auch bei unserem zweiten Langzeitverletzten Arek Radomski heißt es weiter Geduld haben. Der Pole kann zwar nach seinem im Cupfinale gegen Mattersburg erlittenen Kreuzbandriss schon wieder leichtes Lauftraining absolvieren, an mehr ist aber laut Gerhard Zallinger noch längere Zeit nicht zu denken: "Radomski ist zwar sicher schon einen Schritt weiter als Vachousek, aber auch bei ihm ist es unwahrscheinlich, dass er noch vor dem Winter wieder matchfit wird." Angesichts dieser Zwischenbilanz heißt es weiter fest die Daumen drücken für Arek Radomski und Stepan Vachousek, auf dass sie spätestens in der Frühjahrsmeisterschaft noch zwei echte Asse im Ärmel der Austria werden.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 20 42
2. FC Red Bull Salzburg 20 40
3. SK Puntigamer Sturm Graz 20 39
4. FK Austria Wien 20 37
5. SK Rapid Wien 20 27
6. FC Admira Wacker Mödling 20 23
7. RZ Pellets WAC 20 22
8. SV Guntamatic Ried 20 20
9. SKN St. Pölten 20 18
10. SV Mattersburg 20 14
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