21.12.2007, 00:00 Uhr

DIE WIENER AUSTRIA ERKÄMPFTE SICH IM LETZTEN GRUPPENSPIEL DER...

Die Wiener Austria erkämpfte sich im letzten Gruppenspiel der...

Die Wiener Austria erkämpfte sich im letzten Gruppenspiel der UEFA-Cup-Gruppenphase bei Galatasaray Istanbul ein 0:0-Remis. Die Türken schafften damit aber dennoch den Aufstieg, da Panionios Athen im Parallelspiel gegen Girondins Bordeaux nach einer 2:0 Führung in letzter Sekunde noch mit 2:3 verlor. So viel schon vorweg – die Violetten schlugen sich im sonst so gefürchteten Ali-Sami-Yen-Stadion gegen Galatasaray mehr als wacker. Die Türken waren speziell in den ersten 30 Minuten zwar spielbestimmend, wirklich gefährlich kam „Gala“ aber nur ganz selten vor das Tor. Die besten Chancen der Gastgeber vor der Pause: Turan köpfte in der 13. Minute über das Tor, danach verstolperte Nonda im Strafraum (15.) und kurz darauf lenkte Fornezzi einen Sabri-Freistoß über die Latte (17.). Wirklich gefährlich wurde der türkische Rekordmeister im ersten Durchgang aber nur zwei Mal: Nach knapp einer halben Stunde knackte Nonda einmal den Abwehriegel, aber Fornezzi hielt den Schuss des mehrfachen französischen Torschützenkönigs. Fast mit dem Pausenpfiff hatte Fornezzi dann Glück, als Sabri mit einem Lupfer über den Austria-Keeper hinweg nur die Querlatte traf (45.). Nach der Drangperiode der Türken zu Beginn bekam die Austria das Spiel aber immer besser in den Griff und hatte ebenfalls zwei Tormöglichkeiten. Ein abgefälschter Blanchard-Schuss senkte sich gefährlich auf das Tor (20.) und beinahe  wäre auch Sariyar zu einer tollen Einschussmöglichkeit gekommen. Nach einem klugen Zuspiel stand der Mittelfeldmotor der Austria plötzlich allein vor Galatasaray-Tormann Usak, aber in letzter Sekunde konnte noch ein Istanbuler hineingrätschen. Insgesamt wirkten die Veilchen in den ersten 45 Minuten besonders in der Defensive sehr gut organisiert, auch weil das neuformierte Innenverteidiger-Duo Ertl und Metz mit sehr viel Übersicht agierte. Gleich nach Wiederanpfiff zeigte einmal mehr der sehr aktive Lafata auf, als er „Gala“-Schlussmann Usak gleich mit einem Kopfball prüfte (46.). Bis zur 60. Minute kamen die Offensivbemühungen der Türken dann schwer ins Stocken, weil sie sich immer wieder in der Austria-Hintermannschaft festliefen. Genau nach einer Stunde hatten Galatasaray-Altstar Sükür seinen besten und letzten Auftritt: Alleinstehend vor Fornezzi fand er aber in dem Austria-Tormann seinen Meister. Kurz darauf parierte Fornezzi noch einen Sas-Kracher (67.) Wie schon vor der Pause fehlten im Spiel der Istanbuler oft die Ideen und mit Fortdauer der zweiten Hälfte konnte die Austria über Lasnik, Sariyar oder den eingewechselten Aigner immer wieder Entlastungskonter fahren. Erstmals wirklich Jubel brandete im Ali-Sami-Yen-Stadion  erst nach 77 Minuten auf, als die Zuschauer vom 2:2 Ausgleich von Girondins-Bordeaux gegen Panionios Athen erfuhren, der den Türken mit einem Sieg wieder das Tor zum Gruppenaufstieg weit öffnete. Der Druck wurde daraufhin zwar größer, aber wirklich gefährlich kamen die Türken nicht mehr vor das Tor der Veilchen. Ganz im Gegenteil: Rubin Okotie hatte im Konter zuerst nach einem Blanchard-Schuss und dann nach einer Lasnik-Maßflanke zwei gute Möglichkeiten. Dennoch durfte sich Galatasaray über sein Wintermärchen freuen, denn in den Schlussminuten der Partie traf Bordeaux im Parallelspiel in Athen zum 3:2-Sieg, der den Türken mit viel Glück in letzter Minute doch noch den Aufstieg in die K.o.-Phase des UEFA-Cups sicherte. Jubel nach Abpfiff daher auf beiden Seiten. Besonders erfreulich: Ausgerechnet der zweite Anzug beendete die violette Negativserie im UEFA-Cup und sorgte auch international für einen wirklich versöhnlichen Jahresausklang bei der Wiener Austria. Sichtlich stolz und erleichtert war nach dieser reifen Vorstellung seines Teams auch Trainer Georg Zellhofer: "Es war ein unglaublich kampfbetontes Spiel von beiden Mannschaften. Ich kann meiner Mannschaft nur gratulieren, alle haben alles bis auf den letzten Tropfen herausgeholt. In der zweiten Hälfte hätten wir zwei bis drei Chancen im Konter besser herausspielen können, dann hätten wir auch gewinnen können. Endlich haben wir auch in der Gruppenphase angeschrieben, wir können erhobenen Hauptes nach Hause fahren." Aufstellung FK Austria MAGNA Fornezzi – Troyansky (85.,Schiemer), Ertl, Metz, Majstorovic - Mair (75., Aigner), Blanchard, Acimovic, Sariyar,Lasnik – Lafata (79., Okotie)

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 11 25
2. FC Red Bull Salzburg 11 24
3. SK Rapid Wien 11 19
4. FK Austria Wien 11 18
5. FC Flyeralarm Admira 11 17
6. LASK 11 13
7. CASHPOINT SCR Altach 11 13
8. RZ Pellets WAC 11 12
9. SV Mattersburg 11 7
10. SKN St. Pölten 11 2
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