12.03.2007, 00:00 Uhr

DIE SZENEN, DIE SICH WÄHREND DES DERBYS AUF DER OSTTRIBÜNE DER...

Die Szenen, die sich während des Derbys auf der Osttribüne der...

Die Szenen, die sich während des Derbys auf der Osttribüne der Rapid-Fans abgespielt haben, sind uns leider noch immer in guter Erinnerung. Bänke wurden ausgerissen und auf die Sicherheitskräfte geworfen, zwischen den Ordnungshütern und den Radaubrüdern spielten sich wahre Wildwest-Szenen ab. Aber nach dem rasch vollzogenen Krisengipfel, gibt es schon erste Erfolge. Auch dank der Firma Siemens. Die erhielt vor einem Jahr den Auftrag, das Horr-Stadion in Wien-Favoriten mit elektronischer Videoüberwachung auszustatten. Zehn Hochleistungskameras unterstützen seitdem die Sicherheitskräfte und Exekutive bei der Sicherung des Stadions. Die Kameras werden einerseits über eine Videomatrix für die Livebildwiedergabe an zwei Bedienplätzen zur Verfügung gestellt, und auch digital für eine nachträgliche Auswertung aufbereitet. Anhand dieser Videobilder, aber auch Fotos und der TV-Berichte konnten dreizehn Täter schon namentlich erfasst werden, bei sieben haben bereits die Handschellen geklickt. Das Märchen, dass es nur Rapidnahe Fangruppen aus Ungarn oder Deutschland waren, konnte bereits vollständig widerlegt werden. Bei den dreizehn Personen handelt es sich um 12 Österreicher und einem Deutschen. Sie alle haben nicht nur gegen die Stadion-Ordnung verstoßen, sondern auch gegen das Strafrecht, einer bekommt auch eine Verwaltungsstrafe. Das war aber sicher noch nicht alles. Die Polizei, Austria und Rapid arbeiten mit Nachdruck an der Identifizierung weiterer Personen, bis zu fünfzehn werden demnächst ebenfalls einvernommen und zumindest eine ordentliche Denkpause verordnet bekommen. Manager Markus Kraetschmer hatte bereits ein Gespräch mit Sportsataatsekretär Reinhold Lopatka, ein weiteres mit ranghohen Politikern des Innenministeriums wird nächste Woche folgen. Der Senat 1 der österreichischen Bundesliga wird sich am Montag mit den Vorfällen im 280. Wiener Derby beschäftigen.