24.06.2007, 00:00 Uhr

DIE AUSTRIA HATTE IN IHREN BESTEN (FINANZIELLEN) ZEITEN NICHT SOVIELE...

Die Austria hatte in ihren besten (finanziellen) Zeiten nicht soviele...

Die Austria hatte in ihren besten (finanziellen) Zeiten nicht soviele Legionäre im Kader wie CFR Cluj. Die Rumänen rückten mit einem riesigen Kader zum Test nach Hallein an, konnten sich sogar den Luxus erlauben, zur Hälfte die gesamte Mannschaft zu wechseln. Und der derzeit reichste Klub der Dracula-Republik hat nicht irgendwelche Spieler verpflichtet, insgesamt tummelten sich sieben Portugiesen, zwei Brasilianer, zwei Bolivianer, ein Argentinier (wurde heute um 2 Millionen Euro verpflichtet) und ein Franzose als Legionäre über den Platz. In der Meisterschaft eroberten sie Platz 3, starten damit im UEFA-Cup - sicher kein Gegner, den man sich wünscht, denn alle zwanzig Feldspieler waren bis in die kleine Zehenspitze motiviert, die Gruppenphase ist das Minimalziel. Den erbitterten Leiberlkampf spürte unser Team, das vor allem spielerisch etwas Probleme hatte. Trainer Georg Zellhofer: "Man merkt, dass ein kreativer Mann wie Acimovic im Mittelfelf fehlt." Der Slowene hat Adduktorenprobleme, soll aber diese Woche wieder voll ins Training einsteigen können. "Ihn können wir derzeit nicht gleichwertig ersetzen." Auch augenscheinlich: Abstimmungsprobleme, wenn die Mannschaft unter Druck kommt, bei den leichteren Vorbereitungsgegnern fiel das nicht so auf. "Daran müssen wir noch arbeiten", weiß Zellhofer. Dabei hätte die Austria schon früh das 1:0 machen können, ein Schuß von Sanel Kuljic, der als einzige Spitze im 4-2-3-1-System wirbelte, landete leider nur an der Stange (4.), Ertl und Lasnik hatten beim Stand von 0:1 tolle Möglichkeiten, die der Keeper aber mit ebenso herrlichen Paraden abwehren konnte. Zellhofer nach der ersten Niederlage der Sommer-Vorbereitung: "Der Test war okay, die Rumänen haben uns gezeigt, was noch fehlt. Spielerisch und läuferisch müssen wir zulegen." Am Montag hat die Mannschaft am Vormittag Training, am Nachmittag gibt es eine Ausdauer-Einheit mit Nordic-Walking-Stöcken auf einen der vielen Berge der Umgebung von Flachau, am Dienstag geht es wieder zurück nach Wien, auf der Heimreise spielen wir noch ein Benefizspiel bei der Union Pichling (18:00 Uhr). Aust ria spielte mit: Fornezzi; Ertl (71., Troyansky); Bak, Schiemer, Majstorovic (46., Gercaliu); Aigner, Blanchard, Sulimani, Metz (46., Grünwald), Lasnik; Kuljic (70., Lafata). Tore: Didi (56., 89.).