10.05.2007, 00:00 Uhr

DIE AUSTRIA HAT ALLES RICHTIG GEMACHT UND BEKOMMT DENNOCH EINEN MEDIALEN...

Die Austria hat alles richtig gemacht und bekommt dennoch einen medialen...

Die Austria hat alles richtig gemacht und bekommt dennoch einen medialen Klaps. So geschehen heute nach einer Geschichte der Kronen Zeitung, die wenigstens dafür gesorgt hat, dass sich die Liga mit der Causa jetzt eingehend befassen muss. Allerdings nehmen wir diese Kritik sicherlich so nicht hin, verantwortlich dafür ist die Bundesliga, von der Manager Markus Kraetschmer auch umgehend Antworten fordert. Der Auslöser: war das Wiener Derby (siehe Krone-Story wegen Thonhofer/Okotie) Die Vorgeschichte dazu: Amateur-Sportkoordinator Christian Peischl hat sich am Donnerstag letzte Woche noch bei Bundesliga-Jurist Mag. Ebenbauer informiert und bekam die Auskunft, dass Rubin Okotie am Freitag beim Spiel der Amateure gegen Kapfenberg maximal eine Halbzeit lang hätte spielen dürfen, damit er auch am Sonntag im Derby einsatzberechtigt gewesen wäre. Große Verwunderung bei der Austria dann am Sonntag, da Rapid seinen Spieler Christian Thonhofer, der schon beim Regionalliga-Spiel (ÖFB-Bewerb) am Freitag über 90 Minuten spielen durfte, auf dem Spielbericht nominierte - gemäß den Ausführungen des Bundesliga-Juristen hätte dieser eigenlich gar nicht dabei sein dürfen. Die Austria erkundigte sich daraufhin am Montag beim ÖFB und nochmals der Bundesliga über diesen Fall und bekam komplett widersprüchliche Auskünfte über die Einsatzberechtigungen von Thonhofer und Okotie, der nach der einen Version auch gegen Kapfenberg am Freitag 90 Minuten hätte spielen dürfen. Manager Markus Krateschmer erbost: "Es ist für uns unbegreiflich, dass hier keine eindeutige Auffassung zur Auslegung der Durchführungsbestimmungen besteht und der Austria somit ein klarer Wettbewerbsnachteil erwachsen ist, der nur begrenzt durch die zuständigen Gremien korrigiert werden kann. Wir fordern daher umgehend eine schriftliche Stellungnahme der Bundesliga in Abstimmung mit dem ÖFB, um weitere Benachteiligungen unseres Vereins ausschliessen zu können. Es geht hier nicht nur um die Förderung der Einsätze unserer talentierten Nachwuchsnationalspieler, sondern auch um Schaffung klarer und unmissverständlicher Regelungen für die Mannschaften der Bundesliga-Vereine." In den letzten Tagen haben wir uns bemüht, mögliche Fälle zu skizzieren: Fall 1, die Amateure spielen am selben Wochenende vor der Kampfmannschaft - Spielt der Spieler am Freitag oder Samstag 90 Minuten für die Amateure, darf er in der Kampfmannschaft an diesem Wochenende maximal eine Halbzeit spielen - Spielt der Spieler gar nicht bei den Amateuren, darf er in der Kampfmannschaft 90 Minuten spielen Fall 2, die Kampfmannschaft spielt am selben Wochenende schon vor den Amateuren - Spielt der Spieler am Freitag 90 Minuten für die Kampfmannschaft, darf er bei den Amateuren gar nicht spielen - Spielt der Spieler am Freitag maximal 45 Minuten für die Kampfmannschaft, darf er bei den Amateuren 90 Minuten spielen - Spielt der Spieler gar nicht bei der Kampfmannschaft, darf er bei den Amateuren 90 Minuten spielen Jetzt wird es noch verwirrender, denn die obigen Bestimmungen gelten nur für U21-spielberechtigte Spieler. Aber ein Florian Metz (ist älter als der U21-Stichtag) etwa, der im Laufe der Saison auch mal wieder bei den Amateuren spielen könnte oder Dragan Dimic, der schon gegen Sturm auf der Ersatzbank war, fällt wieder in eine andere Bestimmung: Wenn z.B. Metz in der gleichen Runde oder in der Runde davor - die Liga definiert eine Runde immer von Freitag bis Sonntag bzw. von Dienstag bis Donnerstag - länger als eine Halbzeit für die Kampfmannschaft spielte, darf er nicht bei den Amateuren spielen.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 20 42
2. FC Red Bull Salzburg 20 40
3. SK Puntigamer Sturm Graz 20 39
4. FK Austria Wien 20 37
5. SK Rapid Wien 20 27
6. FC Admira Wacker Mödling 20 23
7. RZ Pellets WAC 20 22
8. SV Guntamatic Ried 20 20
9. SKN St. Pölten 20 18
10. SV Mattersburg 20 14
» zur Gesamttabelle