07.09.2007, 00:00 Uhr

DASS DIE AUSTRIA AMATEURE DERZEIT IN DER RED-ZAC-LIGA AUF  PLATZ EINS...

Dass die Austria Amateure derzeit in der Red-Zac-Liga auf  Platz eins...

Dass die Austria Amateure derzeit in der Red-Zac-Liga auf  Platz eins thronen, könnte auch einen tieferen wissenschaftlichen Hintergrund haben. Schon einmal von der seltenen Spezies der „Linksfüßer“ gehört? Statistisch gesehen ist nur knapp einer von vier Profis Linksfuß, der im Fußballgeschäft schon lange als der besonders talentierte Kicker gilt. Angesichts dieser Tatsache des rar gesähten und traditionell sehr begehrten Linksfußes, herrschen bei den Austria Amateuren geradezu paradiesische Zustände: Mit Andi Ulmer, Marin Leovac, Markus Suttner, Tomas Simkovic, Philipp Netzer, Thomas Salamon, Alex Grünwald und Dragen Dimic kamen allein in der letzten Meisterschaftspartie gegen Schwadorf (2:1) nicht weniger als acht Spieler zum Einsatz, die links ihren stärkeren Fuß haben. „Amas“-Coach Thomas Janeschitz - übrigens auch ein Linksfuß - zu dieser Erfolgsthese mit einem Lächeln: „Vielleicht ein kleiner Mitgrund, warum wir in der Tabelle so weit vorne stehen. Es ist allgemein bekannt und sogar wissenschaftlich bewiesen, dass Linksfüßer generell als sehr gute Fußballer gelten.“ Und tatsächlich ist es so, dass der "Linksmythos“ einen handfesten wissenschaftlichen Hintergrund hat, wie Austrias Konditionstrainer und Sportwissenschaftler Gerhard Zallinger weiß: „Der linke Fuß wird durch die rechte, besser durchblutete Gehirnhälfte gesteuert, weil die Nervenstränge über Kreuz laufen. Rechts ist unter anderem die Motorik, das Wahrnehmungsvermögen und die Kreativität beheimatet. Spieler mit dieser Anlage, die meist angeboren ist,  sind erwiesener Maßen reaktionsschneller, spielerisch stärker, spontaner und intuitiver. Darin liegt auch der Grund warum Regisseure oft einen starken linken Fuß haben.“ Dr. Barbara Sattler, Spezialistin auf diesem Gebiet dazu: „Linke haben naturgegeben, was Fußball angeht, die klar besseren Voraussetzungen. Vereinfacht gesagt, sie können die Abfolge mehrerer Ereignisse mit einem Gedanken erfassen, denken strategischer, vernetzter und sind ideenreicher. Das ist zum Beispiel ein Vorteil für einen Spielmacher beim Fußball. Mehr noch - der Linksfuß hat eine bessere Raum-Wahrnehmung. Das bedeutet, er ist in der Lage, schneller zu reagieren und einen Schuss präziser zu platzieren.“ All diese theoretischen Erklärungen beiseite gelassen, schwören auch prominente Praktiker wie Ex-Bayern-Trainer und Wolfsburg-Coach Felix Magath auf die seltene Gattung: „Profis mit Spielwitz sind meist Linksfüßer. Sie sind extravagant und machen deshalb extravagante Dinge. Je mehr man von ihnen im Team hat, desto schwerer ist man auszurechnen. Ihre Technik und ihr Bewegungsablauf sind für die Gegner, die ja meist Rechtsfüßer sind, unnormal“, so der Trainerguru, der in seiner aktiven Zeit selbst ein "Linker" war. Ein nettes Detail am Rande zu den „linken Akademikern“ von Nachwuchschef Ralf Muhr: „Sie waren und sind fast alle, was die schulischen Leistungen angeht, überdurchschnittlich begabt.“ Speziell gesichtet wird der Linksfuß laut Muhr aber in der Frank-Stronach-Akademie nicht, auch wenn der Leiter der FSA zugibt:  „Ein guter linker Fuß ist weitaus besser und gefährlicher als der beste rechte Fuß.“ Tolle Voraussetzungen also insgesamt mit diesem geballten Kreativpool  für die, nur im positiven Sinne, linke Partie der Liga.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 11 25
2. FC Red Bull Salzburg 11 24
3. SK Rapid Wien 11 19
4. FK Austria Wien 11 18
5. FC Flyeralarm Admira 11 17
6. LASK 11 13
7. CASHPOINT SCR Altach 11 13
8. RZ Pellets WAC 11 12
9. SV Mattersburg 11 7
10. SKN St. Pölten 11 2
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