07.06.2007, 00:00 Uhr

DAS SCHÖNE AM FUßBALL IST, DASS MAN NIE VORAUSSAGEN KANN, WAS...

Das Schöne am Fußball ist, dass man nie voraussagen kann, was...

Das Schöne am Fußball ist, dass man nie voraussagen kann, was tatsächlich passieren wird. Aber man kann perfekte Vorarbeit leisten und zumindest auf dem Reißbrett alles unternehmen, damit es eine erfolgreiche Spielzeit wird. Beim FK Austria MAGNA hat man nach bestem Wissen und Gewissen die Hausaufgaben erledigt, nun geht es mit der Saison los. Wir haben Manager Markus Kraetschmer vor dem ersten Anpfiff noch zu einem Interview gebeten und mit ihm über das Wirtschaftliche, die AG-Lösung, Sanel Kuljic, den neuen TV-Vertrag und vieles mehr gesprochen. Herr Kraetschmer, waren Sie erleichtert, nachdem Sanel Kuljic beim Ankick am Samstag von den Fans sehr freundlich empfangen wurde? Natürlich, denn nichts ist schwieriger zu lösen, als hausinterne Probleme. Dabei gibt es immer derartige Reibungsverluste, die nur schwer wieder in postive Energie umgewandelt werden können. Sanel hat sich nach dem ganzen Hickhack um seine Person aber sehr deutlich zur Austria bekannt, das wurde von unseren Anhängern wohlwollend registriert. Endlich ist das Theater beendet, wir freuen uns schon auf seine Auftritte im violetten Trikot und hoffen, dass er voll einschlägt. Frank Stronach hat für ihn und Jacek Bak noch einmal zusätzlich Geld hergegeben, das war ein großer Zug von ihm und beweist, dass ihm die Zukunft des Klubs am Herzen liegt. Aus dem Betriebsführer-Vertrag ist Frank Stronach zwar ausgestiegen, nicht aber als als Sponsor mit MAGNA. Für den Klub war diese Zusage fast lebensnotwendig, oder? Das kann man in aller Deutlichkeit so sagen und man darf sich auch nicht vor der Realität verschließen. Heutzutage gibt es nicht mehr diese Gönner, die einem großzügig Geld schenken. Oder unzählige Konzerne, die ein Sponsoring in Millionenhöhe durchziehen. Wir haben neben MAGNA mit dem Verbund und Siemens glücklicherweise Partner, die für österreichische verhältnisse einen Sponsorvertrag in größerer Dimension abgeschlossen haben. Aber auch ohne unsere vielen anderen Werbepartner wäre die Austria nicht auf so soliden Beinen. Der Gürtel sitzt heute in vielen Betrieben enger, deswegen sind wir auf unsere starken Partnerschaften auch sehr stolz. Wir stehen mit unserem Budget, das sich zwischen 15 und 17 Millionen Euro bewegt, auf sicheren Beinen. Seit dem 1. Juli gibt es nach siebeneinhalb Jahren keinen Betriebsführer mehr - was ändert sich jetzt für die Austria? Wir sind wieder anderen Klubs ähnlicher, verfügen über ein klar definiertes Budget. MAGNA hat als Hauptsponsor ein gewisses Mitsprachrecht, das aber vertraglich ganz genau geregelt ist. Da jedoch dieser Vertrag zunächst nur für ein Jahr gilt, arbeiten wir mit Hochdruck weiter, müssen aus Gründen kaufmännischer Vorsicht auch eine Zeit ohne MAGNA simulieren, gehen jedem potenziellen Sponsorkontakt nach und arbeiten hierfür an übersichtlichen Konzepten, die man möglichen Partnern vorlegen kann. Man muss diesen Firmen etwas bieten können. Was ist der letzte Stand hinsichtlich der angestrebten AG-Lösung? Sie ist nur aufgeschoben, wir befinden uns jetzt in einem Übergangsjahr. Vielleicht wird die Profiabteilung schon im Winter umgewandelt, wahrscheinlicher ist aber der Saisonbeginn 2007/08. Knapp 5.000 Besucher beim Ankick - man spürt förmlich die Aufbruchsstimmung vor dem ersten Schiripfiff... Ja, die Leute sind schon genauso heiß wie wir auf die Saison, die Stimmung ist sehr positiv. Das untermauern auch die gestiegenen Saison-Aboverkaufszahlen. Wir konnten uns steigern, werden bei einem guten Spiel in Graz am Mittwoch sicherlich nochmals zulegen können, denn unser erstes Heimspiel haben wir erst am Samstag gegen Aufsteiger LASK: Ich bin überzeugt, dass die Mannschaft das in sie gesetzte Vertrauen rechtfertigen wird und wir uns im Kampf um die Spitze zurückmelden werden. Erst letzte Woche wurde der neue TV-Vertrag unterzeichnet. Aus Sicht des Wirtschaftsexperten ein gutes Paket für alle Fußballfans? Ja, wir haben eine ordentliche Lösung gefunden, die auch für Sponsoren eine ausgezeichnete Plattform bietet, denn auch die Klubs selbst haben jetzt mehr Rechte hinsichtlich der Weiterverabeitung bzw. -vermarktung der TV-Bilder. Damit können sie einfacher selber Sponsoren lukrieren und ihnen z. B. die Tore der Runde als Presenter anbieten. Die Möglichkeiten sind breit gefächert, man kann nahezu Pakete in jeder Größe schnüren. Wir müssen mehr für den Fußball in der Berichterstattung machen, nicht nur von den Spielen, sondern auch von den zahlreichen anderen Aktivitäten berichten, hierzu auch die Regionalsender noch stärker einbeziehen. Zum Abschluß wieder eine sportliche Frage: Was wurde eigentlich aus den Kontakten, die man zu Borussia Dortmund aufgebaut hat? Die Richtung stimmt nach wie vor, der BVB wollte schon in diesem Sommer ein Vorbereitungsspiel gegen uns absolvieren, aufgrund der unterschiedlichen Meisterschafts-Vorbereitungszyklen war dies leider nicht möglich. Wir werden unsere Gespräche mit den Verantwortlichen bald fortsetzen, um die weiteren Schritte zu fixieren.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 26 56
2. CASHPOINT SCR Altach 26 49
3. FK Austria Wien 26 47
4. SK Puntigamer Sturm Graz 26 45
5. FC Flyeralarm Admira 26 33
6. RZ Pellets WAC 26 32
7. SK Rapid Wien 26 30
8. SKN St. Pölten 26 27
9. SV Mattersburg 26 24
10. SV Guntamatic Ried 26 23
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