03.09.2007, 00:00 Uhr

DAS EINZIGE, WORAUF SICH DAVID LAFATA IM MOMENT VERLASSEN KANN, IST SEIN...

Das einzige, worauf sich David Lafata im Moment verlassen kann, ist sein...

Das einzige, worauf sich David Lafata im Moment verlassen kann, ist sein Instinkt. Der tschechische Immer-mal-wieder-Teamstürmer rennt und kämpft zwar, was Lungen und Beine hergeben, kann aber zurzeit seine Chancen nicht in Tore verwandeln. Vielleicht klappt es ja wieder am Sonntag im ausverkauften Horr-Stadion gegen Rapid, denn an unseren Lokalrivalen hat er beste Erinnerungen. Das erste Derby im Frühjahr war zugleich sein zweites Spiel für Violett und schon versenkte er den Ball im Kasten von Payer. Damit ist er auch der letzte, der gegen Rapid getroffen hat. 2:1, 0:3 und 0:0 - so die letzten Resultate gegen Grünweiß, ein Sieg wäre aber nicht nur deswegen für das Selbstvertrauen der Austria-Fangemeinde Balsam, auch auf Rapid könnten wir einen netten 9-Punkte-Polster herausspielen. Lafata verspricht: "Wir werden sicherlich nicht verlieren, dafür stehen wir hinten zu gut und vorne sind wir auch immer für Tore zu haben." Auf ihn selber trifft das zurzeit leider nicht zu. Erst zweimal hat er für die Austria in den neun Monaten seit seiner Verpflichtung genetzt: Am 4. März gegen Rapid und am 1. Mai im Cupfinale gegen Mattersburg. Seither hat er Ladehemmung, allerdings hatte er auch immer wieder mit Problemen zu kämpfen. Im Frühjahr zog er sich beim tschechischen Nationalteam eine Infektion zu, musste fast zwei Wochen Antibiotika schlucken, kam danach lange nicht mehr auf die Beine. Und nach einer guten Sommer-Vorbereitung verletzte er sich unmittelbar vor dem Saisonauftakt, kam zurück in Runde 2 und zog sich in Runde 3 gegen Salzburg eine Rückenverletzung zu, die ihn wieder zu einer längeren Pause gezwungen hatte. Lapidar sagt er: "So ist das im Fußball, einmal bist du oben, einmal unten." Der Junge hatte wirklich viel Pech seit seiner Verpflichtung, nun scheint er aber schön langsam auf die Beine zu kommen. Gegen Valerenga Oslo legte er das 1:0 für Sanel Kuljic perfekt auf, gegen Ried werkte er eine Stunde lang zwischen den gegnerischen Abwehrreihen. Auf Rapid freut er sich bereits enorm: "Dieses Match ist immer etwas besonderes. Die Stimmung bei unseren Heimspielen ist heuer wirklich sehr gut, aber gegen Rapid wird es wieder ein rauschendes Fest. Auch wir Spieler spüren das auf dem Rasen und das motiviert zusätzlich." Lafata geht selbstbewusst an die Aufgabe heran, ohne sich aber selber zu sehr unter Druck zu setzen. "Als Stürmer will und soll man immer Tore schießen, aber wenn wir alle Spiele bis zum Schluß gewinnen und ich nicht treffen sollte, freut es mich auch. Zurzeit muss man sagen, dass nur Sanel Kuljic vorne gesetzt ist, wer neben ihm stürmt, ist Formsache." Momentan ist er wieder in einer guten Ausgangsposition, jetzt fehlt ihm nur noch das richtige Zielwasser.