19.09.2007, 00:00 Uhr

BRAVO, AUSTRIA WIEN! ES GIBT TAGE IM LEBEN EINES PROFISPORTLERS, DA...

Bravo, Austria Wien! Es gibt Tage im Leben eines Profisportlers, da...

Bravo, Austria Wien! Es gibt Tage im Leben eines Profisportlers, da paßt einfach alles zusammen. Dieser Sonntag war mit Sicherheit so einer für die Violetten. Direktes Duell gegen den Meister, noch dazu auswärts in der Höhle des Löwen und am Ende auch noch alle Punkte mitgenommen. Es gab sicher schon schönere Spiele von uns, aber selten eine taktisch so abgebrühte Leistung. Veilchen, wir sind stolz auf euch! Emin Sulimani machte noch Minuten nach dem Schlußpfiff die Welle mit den Austria-Fans vor dem Auswärtssektor. Der 21jährige war selber im siebenten Himmel, nur wenige Augenblicke davor hat er die Austria in den Himmel geschossen. Milenko Acimovic fing einen Ball von Carboni in Salzburgs Hälfte ab, paßte zu Emin Sulimani und der faßte sich ein Herz und zog aus gut 20 Metern ab - der Schuß fand sein Ziel, segelte in die Ecke, Ochs warf sich vergeblich hinterher. Das Beste daran: Es war bereits die 93. Minute angelaufen, also nur Sekunden hatten gefehlt und alle Violetten wären wohl mit dem einen Punkt schon zufrieden gewesen, stattdessen sind es drei geworden - hurra, es ist so schön ein Veilchen zu sein, denn auch in der Tabelle sind wir jetzt bereits vier Punkte vor Mattersburg. So weit vorne wie noch nie heuer. Darüber hinaus haben wir erstmals seit acht Spielen wieder die lange Zeit als übermächtig geltenden Bullen besiegt, auch dieses Manko ist ausradiert. Der zweite Gewinner dieses Spiels war Szabolcs Safar. Der Keeper der Austria, der seit Wochen in Überform spielt, brachte Red Bull mit seinen Glanzparaden zur Verzweiflung, Höhepunkt seines Schaffens war der von ihm an die Stange abgelenkte Elfmeter von Jorge Vargas (58.), zuvor hatte Kuljic Dudic im Strafraum am Trikot gehalten. Nur fünf Minuten später klärte er bei einer tollen Chance von Vratislav Lokvenc. Elfmeter-Killer Safar - schon beim 2:2 in der dritten Runde hielt er einen Strafstoß gegen Salzburgs Alex Zickler. Hätte unsere Nummer 1 nicht so gut gehalten, hätten die Salzburger möglicherweise das bessere Ende für sich gehabt. Aber es paßte für Austria an diesem Spieltag einfach alles zusammen. Rapid verlor, Sturm und LASK nehmen sich gegenseitig Punkte weg und bei Salzburg herrscht dicke Luft. Dennoch muss man es erst einmal schaffen, den Jackpot auch zu knacken. Diesmal ist uns der Big point geglückt. Wobei es kein Glück war, sondern eine taktische Meisterleistung. Die Mannschaft tat genau das, was man sich im Vorfeld vorgenommen hatte. Das Spiel kontrollieren, auf die Chancen lauern. Die kamen auch, Violett hatte vor der Pause sogar die besseren, doch Kuljic (22., Aufsitzer übers Tor) und Acimovic (44., abgefälschter Freistoß) vergaben. Die Mozartknaben blieben über weite Strecken tonangebend, ohne jedoch wirklich torgefährlich zu werden. Für uns endet damit eine perfekte Woche. Sowohl Sturm, als auch der LASK und Salzburg hätten uns in den direkten Duellen vom Thron stoßen können, wir haben jedesmal aber großartig dagegen gehalten. Die Generalprobe für das UEFA-Cup-Rückspiel am Donnerstag bei Valerenga Oslo (2:0) ist damit voll geglückt. Red Bull Salzburg: Ochs; Steinhöfer, Vargas, Miyamoto, Dudic; Vonlanthen (83., Pitak), Carboni, Aufhauser, Jezek (63., Rakic); Lokvenc, Leitgeb.  FK Austria MAGNA: Safar; Standfest, Bak, Schiemer, Gercaliu; Mair (63., Sulimani), Blanchard, Sariyar, Lasnik (90., Metz); Acimovic, Kuljic (86., Lafata). Gelb: Carboni, Lokvenc; Bak, Acimovic, Kuljic, Sariyar (nächstes Spiel gesperrt). Tor: Sulimani (93.) SR Schörgenhofer, 14.000.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 26 56
2. CASHPOINT SCR Altach 26 49
3. FK Austria Wien 26 47
4. SK Puntigamer Sturm Graz 26 45
5. FC Flyeralarm Admira 26 33
6. RZ Pellets WAC 26 32
7. SK Rapid Wien 26 30
8. SKN St. Pölten 26 27
9. SV Mattersburg 26 24
10. SV Guntamatic Ried 26 23
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